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2 (1854)
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noch traurigeren Quartiere seines stolze» Geschlechtessaß. So lebte den» Irene noch, — er war in einemseltsamen Jrrthum befangen gewesen, — sie warder verheerenden Pest entgangen, und in der Bläffede? Kummers an diesem Tage des Triumphes sagteihm Etwas, daß er noch immer im Andenken lebe.Als aber nach dem ersten wilden und stürmischenEntzücken nach und nach sein Gemntlz sich wiederberuhigte, mußte er sich unwillkürlich die Fragevorlegen, ob sie nicht immer noch getrennt werdensollten! Stephanello Eolonna, der Enkel des altenStephan und (nach dem Tode seines Vaters und Bru-ders) das jugendliche Haupt des mächtigen Hauses,hatte bereits seine Fahne gegen den Senator erho-ben. Er hatte sich in der beinahe uneinnehmbarenFeste von Palestrina verschanzt, alle Anhänger seinerFamilie um sich versammelt, und seine zügellosenSoldaten verheerten jetzt weit und breit die benach-barten Ebenen.

Adrian sah voraus, daß wenige Tage hinreichten,um den Eolonna und den Senator in offene Fehdezu bringen. Konnte er Partei gegen sein eigenesBlut nehmen? Schon der Umstand, daß er Ireneliebte, mußte ein solches Beginnen alles Anscheinesvon uneigennützigem Patriotismus entkleiden und seinenritterlichen Ruf noch tiefer und unheilbarer beflecken,wo immer seine Standcsgenoffen mit der Sache derEolonna sympathisirtcn. Auf der andern Seite warennicht nur seine Liebe zu der Schwester des Senators,sondern auch seine eigene geheime/Neigung und red-