Druckschrift 
2 (1854)
Entstehung
Seite
278
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liehe Ueberzeugnng auf der Seite des Mannes, derihm allein init dem innigen Wunsche de» Geist zuverbinden schien, die Unordnungen seiner gefallenenStadt zu dämpfen. So lange er nachdachte, sah erein, daß ihm keine andere Wahl bleibe, als dieselbegrausame Neutralität, zu der er sich schon früherverurthcilt gesehen; allein er beschloß, wenigstens denVersuch zu machen — wobei ihm seine Geburt undsein Nus günstig zur Seite standen — die streitendenParteien zu versöhnen. Um dies zu Stande zu bringen,mußte er, wie er wohl einsah, mit seinem stolzenVetter den Anfang machen. Wenn man erfuhr, daßer zuerst eine Unterredung mit Nienzi gehabt, —so gewann cS den Anschein, als sei er von dem Se-nator mit Vorschlägen beauftragt — und wenn auchStephanello für seine Person geneigt war, seinenVorstellungen nachzugeben, so wußte er wohl, daß dieübermüthigen, trotzigen Varone, die ihn umgaben,sich nicht Herbeilaffen würde», auf die Sendung einesvon dem Volke Gewählten zu hören; und statt ihnals Vermittler zn ehren, würde man ihn als Ver-räther beargwöhnen. Er beschloß also, am nächstenTage nach Palcstrina aufzubrechen; aber (und seinHerz schlug laut) war eS nicht möglich, vorher eineZusammenkunft mit Irene zn Stande zu bringen?Es war keine leichte Aufgabe, beobachtet, wie sie war,aber er beschloß, cs zu wagen. Er berief Giulio.

„Der Senator gibt heute Abend ein Fest — glaubtIhr, die Versammlung werde zahlreich werden?"

„Wie ich höre," antwortete Giulio, „soll auf das