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Demagogen Varoncclli gestürzt und geopfert hotte,hielt es der Cordinol durchaus nicht für röthlich, dengewandten und ehrgeizigen Nienzi mit einer so hohenWürde in Nom wieder einzusetzen. Vor dem kühnenRömer erschlaffte sogar sein eigener kühner Geist,und er war gänzlich außer Stand, die Politik zubegreifen oder zn berechnen, welche der neue Senatorannchmen würde, 'wenn er wieder Herr von Nomwäre. Ohne gerade die Absicht zn haben, ihn zurück-zuhalten, weigerte er sich, zu seiner Wiedereinsetzungmitzuwirken. Und so sah sich Nienzi eine Tagereisevon Nom entfernt, aber ohne eine» einzigen Soldaten,der ihn unterwegs gegen die Barone geschützt hätte.Doch der Himmel hatte beschlossen, daß nicht eineinzelner Mann, wenn auch noch so begabt undnoch so mächtig, lange dem Schicksale Nienzi's entgegenwirken oder es beherrschen sollte; und vielleicht zeigteer in keinem glänzenderen Augenblicke seines Lebenseinen so gewandten nnd feinen Verstand, als hier,wo er sich von den Tücken des Kardinals losmachtc.Er hatte sich nach Perugia begeben, und, wie wirgesehen, durch Montreals Brüder Mannschaft undGeld für seine Rückkehr sich verschafft. Aber derJohanniter irrte sich bedeutend, wenn er sich ein-iildete, Nienzi erkenne nicht ganz genau die gefähr-liche, verrätherische Natur des erhaltene» Beistandes.Sei» scharfes Auge las mit einem Blicke die Absichtenund den Charakter von Montreal'S Brüdern — erwußte, daß, während sie ihm scheinbar dienten, sieihn nur beobachten wollten — daß, als Schuldner