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„Wie! haben Eure Leute Rienzi festgenommen?"
„Nicht so — viel besser! Der Tribun änderteseinen Plan und begab sich nach Perugia, wo sichmeine Brüder gegenwärtig aufhalten — er suchte sieauf— sic versahen ihn mit Geld und Soldaten genug,um den Gefahren des Weges zu trotzen und die Schwerterder Barone zu verachten. So schreibt mein guter BruderArimbaldo, ein Gelehrter, der den Tribun gewiß mitalten Erzählungen von römischer Größe und ansehn-lichen Versprechungen von anerkennender Beförderunggeködert zu haben glaubt. Ich bin eben im Begriffe,tn der Eile meine Zufriedenheit mit der Uebereinkunftauszudrücken. Meine Brüder werden den Senator-Tribun selbst bis an die Mauern des Capitols be-gleiten,"
„Ich «erstehe immer noch nicht, wie dies Rienziin Eure Gewalt bringt."
„Nicht! Seine Soldaten sind meine Geschöpfe —seine Kameraden meine Brüder — sei» Gläubiger binich! Laßt ihn denn Rom beherrschen — bald kommtdie Zeit, wo der Viceregcnt weichen muß dem-"
„Anführer der großen Compagnie," Unterbrachihn Adrian mit einem Entsetzen, das der kühne Mont-real, zu sehr mit seinen aufregenden Gedanken be-schäftigt, nicht bemerkte. „Nein, Ritter, von der Pro-vence, schmählich sind wir den heimischen Tyrannenunterlegen; aber nie, hoffe ich, werden die Römerso verwerflich sein, daß sie das Joch eines fremdenUsurpators duldeten."
Montreal sah Adrian scharf an und lächelte finster.