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Thale, durch welches jener entzückende Fluß sich win-det, dessen Namen die Gedichte Petrarka'S eine soliebliche Berühmtheit oerschafften. Durch Felsen ge-schützt und in dieser Gegend durch die grünendstenUfer sich hinwindend, durch tausend wilde Blumenund Wasserpflanzen geschmückt, strömte die kristalleneSorgia. Weiterhin gewann die Landschaft ein dü-steres und unfruchtbares Ansehen. Das Thal schieneingeengt oder geschloffen durch phantastische Felsentausenderlei Gestalt, über welche tausend Bächleinherabrauschten und schimmerten. Und gerade, wo dieScene am wildesten war, öffnete sich das Gebiet plötz-lich in einen schmucken, bebauten Garten, in welchemman unter üppigem Laubwerke ein kleines, niederesHäuschen sah — die Einsiedelei des Ortes. DerReiter war in dem Thalc von Vaucluse, und vorseinen Augen lagen Garten und Haus Petrarka'S!Nachlässig glitt indessen sein Auge über den gehei-ligten Ort; und bewußtlos ruhte es einen Augenblickauf einer einsamen Gestalt, die nachdenklich au demUfer des Flusses saß. Ein großer Hund zur Seitedes Mittagsträumers bellte den Reiter an, als er sichnäherte. „Ein schönes Thier und schlägt tief an!"dachte der Reisende; ihm schien der Hund von weitgrößerem Interesse, als sein Herr. Und so, — wiedie Menge kleiner Menschen unbekümmert, ohne aufsie zu achten, an solchen vorübergeht, welche dieNachwelt als die Gefeiertsten ihres Zeitalters erkennt,wandte der Reiter seinen Blick von dem Dichter ab!
Dreimal gesegneter Name! Unsterblicher Floren-