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Kerkern von Avignon in einem Manne entstehen, dersich auf Alles mit der Hitze des Fanatismus gestürzthatte — vier Leidenschaften, deren jede allein, im Ueber-maß, genügte, die stärkste Vernunft zn zerstören —Leidenschaften, die sehr schwierig sich vereinigen —der Träumer — der eifrig Trachtende — ja derWahnsinnige von Freiheit und doch von Macht —von Kenntnissen und doch von Religion!
„Ja," murmelte der Gefangene, „ja, diese Sätzesind tröstend — tröstend. Der Gerechte wird nichtimmer unterdrückt." Mit einem langen Seufzer legteer bedächtig die Bibel bei Seite, küßte sie mit großerEhrfurcht, blieb einige Minuten still und nachdcnkendund sagte dann, als ein leichtes Geräusch in einerEcke der Zelle sich hören ließ, freundlich: „Ach, meineFreunde, meine Genossen, die Natten! es ist ihreStunde — ich bin froh, daß ich daö Vrod für siebei Seite legte!" Sein Auge glänzte, als er jetzt sah,wie diese schüchternen, ungeselligen Thiere sich auseinem Lock in der Mauer hervorwagte» und' sich überden vom Monde beschienenen Boden furchtlos zu ihmheranstahlen. Er warf ihnen einige Stückchen Brvdhi» und beobachtete einige Augenblicke ihre Sprüngemit einem Lächeln. „Manchino, der weißkopfige Schelm!er schlägt alle Anderen — ha! ha! er ist vornehmerals seine Kameraden — er befehligt den Stamm undwird zuerst in die Falle gehen. Wie wird er in de»Stahl beißen, der nette Kerl! mährend die ganze,weniger edle Schaar ihn von ferne angafft, zittertund sich fürchtet, aber ihm nie zu Hülfe kommt. Doch