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2 (1854)
Entstehung
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könnten sic, wenn sie sich vereinigten, die Falle durch-nagen und ihren Führer befreie»! Ach, ihr seid ge-meines Gesindel, und obwohl ihr mein Vrod cßt,würdet ihr, sobald der Tod über mich käme und icheine Leiche wäre, doch an meinem Körper prassen.Fort!" er klatschte in die Hände, die Kette um ihnklirrte heftig und die ekelhaften Mitbewohner seinesKerkers verschwanden in einem Augenblicke.

Dieser eigenthümliche und crcentrische Humor,den Nienzi besaß, und der der thörichten Halsstarrig-keit der römischen Edel» als Poffenreißerei erschienenwar, behauptete noch immer den alten Ausdruck inseinen Zügen, und er lachte laut, als er die Thierein ihre» Schlupfwinkel zurückeilen sah.

„Ein wenig Lärmen und das Klirren einer Kette

— pfui, wie ahmt ihr die Menschen nach!" Er ver-sank wieder in Stillschweigen, zog dann langsam undverdrossen die belebten Erzählungen des Livius zu sichher und sagte: „Noch eine Stunde bis Mitternacht!

— wachende Träume sind besser als Schlaf. Nun,die Geschichte erzählt n»S, wie Männer — ja auchwie Völker — nach einem tieferen Falle, als demRienzi'S oder Noms, sich wieder erhoben haben!"

Nach wenigen Minuten war er offenbar im Lesenvertieft; seine Aufmerksamkeit wurde durch diese Be-schäftigung dermaßen gefesselt, daß er die Tritte nichthörte, welche die zu seiner Zelle führende Wendel-treppe hcraufkamen, und erst, als die Schlösser unterdem gewaltige» Schlüssel rasselten und die Thüre inihren Angeln knarrte, erhob Nienzi, erstaunt über