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ständig; hitzig, aber feig; eilig in Versprechungen,aber wortbrüchig. Du bist ein Römer, und obwohlich Deine Treue erprobt, flößt mir schon Deine Ge-burt Furcht vor Falschheit ein."
„Madame," sagte der Page, „ich war nur einKind, als Ihr mich in Eure Dienste nähmet, undjetzt stehe ich erst an der Grenze des Mannesalters.Aber obgleich ich noch ein Knabe bin, wollte ich^dochder tapfersten Lanze eines Ritters oder Freibeutersmuthig entgegentreten in Behauptung der Treue An-gelo Villants gegen seine Gebieterin und sein Va-terland."
„Ach! ach!" sagte die Signora bitter, „das wa-ren die Worte von Tausenden Deines Volkes. Waswaren ihre Thaten? Aber ich will Dir vertrauen, wieich Dir stets vertraute. Ich weiß, daß Du nachEhren begehrst, daß Du den schicklichen, stolze» Ehr-geiz der Jugend hast."
„Ich bin eine Waise und Bastard," sagte Angel»offen. „Die Verhältnisse treiben mich heftig zur That;ich möchte mir selbst einen Namen erringen."
„Das sollst Du," sagte die Signora. „Es wird nocheine Zeit kommen, wo wir Dir lohnen können. Undjetzt sei rasch. Bringe einen Deiner Pagenanzüge,Mantel und Kopfbedeckung her. Rasch, sage ich, undlasse gegen keine Seele verlauten, was ich von Dirverlangte."