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In die Hoffnungen auf die Zukunft versunken,vergaß der kühne Mann sogar den Gegenstand seinerLeidenschaft. In dem wirklichen Leben lieben in einemgewissen Alter ehrgeizige Männer wirklich; aber esist nur wie ein Zwischenspiel. Und in der Thal hatbei den meisten Männern das Leben anziehendere,wenn auch nicht häufigere Interessen, als die derLiebe. Liebe ist das Geschäft der Müßigen, aber derMüßiggang der Geschäftige».
Die Cäsarini war allein, als der Bote des Car-dinals ankam, und sobald er mit einigen Zeile» ent-lassen war, die eine Dankbarkeit ausdrückten, welchealle Rücksichten hintanzusetzen schien, mit welchen disKälte der Dame gewöhnlich ihren Stolz umgab, wurdeder Page Angelo vor sie gerufen.
Das Zimmer war dunkel durch die Schatten dercinbrechcnden Nacht, als der Jüngling eintrat, under konnte nur undeutlich die Umrisse der majestätischenGestalt seiner Gebieterin unterscheide»; aber an demTone ihrer Stimme merkte er, daß sie sehr aufgeregt war.
„Angelo," sagte sic, als er näher trat, „Angelo—" und die Stimme versagte ihr. Sie schwieg, umAthem zu holen, und fuhr dann wieder fort: „Duallein hast uns treu gedient; Du allein theiltest un-sere Flucht, unsere Wanderungen, unsere Verbannung— Du allein kennst mein Geheimniß — Du alleinvon meinem Gefolge bist ein Römer! — Römer!es war einst ein großer Name. Angelo, der Nameist gesunken; aber nur, weil der Charakter des römi-schen Volkes zuerst sank. Stolz sind sie, aber unbe-