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Liebe beehrt, hat ein Recht, Beweise derselben vonihm zn verlangen. Wessen Macht ist an dem päpst-lichen Hofe der scinigen gleich? — Ich bitte Euch,sie in meinem Interesse zu gebrauchen."
„Sprecht, theuerste Gebieterin, wurden Eure Be-sitzungen von den Barbaren dieser gesetzlosen Zeit er-obert? Hat es Jemand gewagt, Euch zu beleidigen?Sind Länder und Titel Euer Wunsch? — MeineMacht ist Eure Sklavin."
„Nein, Cardinal! Für ein Weib, eine Italienerin,gibt cs noch etwas Theurcres als Neichthnm oder hoheStellung — dar ist die Rache!"
Der Cardinal fuhr zurück vor dem auf ihn ge-richteten stammenden Auge; aber der Geist ihrer Worteberührte eine verwandte Saite.
„Hier," sagte er nach einigem Zögern, „hiersprach hohe Abkunft. Rache ist die Wonne der Hoch-geborenen. Sklaven und Bauern mögen eine Belei-digung verzeihen. Sprecht, gnädige Frau."
„Habt Ihr die neuesten Nachrichten aus Romgehört?" fragte die Signora.
„Gewiß," versetzte der Cardinal, etwas über-rascht; „wir wären armselige Staatsmänner, wennwir nicht von dem Zustande der Hauptstadt der päpst-lichen Besitzungen unterrichtet wären; mein Herz trauertum diese unglückliche Stadt. Aber weßhalb fragt Ihrmich über Rom? — Ihr seid —"
„Eine Römerin! Wißt, mein Herr, daß ich nichtohne Grund mich für eine Neapolitanerin ausgab.Eurer Verschwiegenheit vertraue ich mein Geheimniß