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an — ich bin aus Rom! Erzählt mir von seinemZustande."
„Meine Schönste," versetzte der Cardinal, „ichhätte erkennen sollen, daß diese Stirne und diese Hal-tung nicht aus dem leichten Campanien stamme. MeineVernunft hätte mir sagen sollen, daß sie den Stempelder Beherrscherin der Welt trage». Der ZustandNoms," fuhr Albornoz in ernsterem Tone fort, „istbald berichtet. Ihr wißt, daß nach dem Falle desfähigen, aber übermüthigen Rienzi, Pepi», Graf vonMinorbino (eine Kreatur Montreals), der ihn ver-treiben half, Nom an Montreal verrathen wollte —aber er war weder stark noch klug genug dazu, unddie Barone verjagten ihn, wie er den Tribunen ver-jagt. Nach einiger Zeit wurde ein neuer Demagoge,Johann Cerroni, auf dem Capitol eingcwiescn. Ervertrieb die Barone noch einmal; neue Umwälzungenfolgten — die Barone wurden zurückgerufen. Derschwache Nachfolger Ricnzi'S rief das Volk zu denWaffen — vergebens; in Verzweiflung und Schreckenlegte er seine Gewalt nieder und überließ die Stadtden endlosen Fehden der Orsini, der Colonna undder Savelli zum Raube."
„Das weiß ich längst, mein Herr; als aber SeineHeiligkeit auf den Stuhl Clemens VI. -"
„Dann," sagte Albornoz, und eine leichte Wolkebeschattete seine gelbe Stirne, „dann kam der be-daucrnSwerthcre Theil der Geschichte. In Uebcrein-stimmnng mit dem Papste wurden zwei Senatorengewählt."