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„Eine etwas unhöfliche!"
„Aber man hat manchmal einen längeren Wegzu machen, als vom Kerker zu dem Palaste, undGott hat Männer, wie Nienzi, nicht für Kerker undKetten geschaffen."
Als Angelo dies mit lauter Stimme und all' demEnthusiasmus sagte, welchen der Ruhm des gefalle-nen Tribuns der römischen Jugend eingeflößt hatte,hörte er einen Seufzer hinter sich. Er wandte sichetwas bestürzt um, und an der Thüre, die zu demZimmer der Signora Cäsarini führte, stand eine Frauvon edlem Aeußern. Auf's Reichste gekleidet, warenGold und Edelsteine nur matt gegen den Glanz ihrerschwarzen Augen, und wie sie so aufrecht und Achtunggebietend dastand, schien nie eine Stirne geeigneterfür eine Köuigskrone — nie vollendete menschlicheSchönheit in höherem Grade das Ideal einer Heldinund einer Königin.
„Verzeiht mir, Signora," sagte Angelo stockend,„ich sprach laut, ich störte Euch; aber ich bin einRömer, und mein Gegenstand war — —"
„Nienzi!" sagte die Dame, näher tretend; „ganzgeeignet, ein römisches Herz aufzuregen. Nein —keine Entschuldigungen ; sie würden auf Deinen edelnLippen übel klingen. Ach, wenn —" die Signorahielt plötzlich inne und seufzte wieder; dann begannsie in verändertem, ernstem Tone wieder: „wenndas Schicksal Rienzi in sein früheres Glück wiedereinsetzt, so soll er erfahren, wie Du von ihm denkst."
„Wenn Ihr, Gebieterin, die Ihr aus Neapel