Druckschrift 
2 (1854)
Entstehung
Seite
154
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„Eine kühne Sprache, wie etwa zwei Gleich-gestellte mit einander reden; sicherlich hast T»> dieWorte noch aufgeblasen,"

Nicht im geringsten; der Schreiber des Kaiser»hat sie uiedcrgeschrieben, und jeder Römer, der sieeinmal gehört, weiß sie auswendig; einst war jederRömer einem Könige ebenbürtig, und Rienzi behaupteteunsere Würde, während er die seinige vertheidigte,"Giacomo kannte die schwache Seite seines Freundes«ud ocrmied verständig Zwistigkeiten, und obgleich erin seinem Herzen dachte, die Römer seien ein so un-taugliches Nolk von unruhigen Memmen, als nureines in Italien eristirle, nahm er doch nur einenStrohhalm von seinen, Mantel und sagte in etwa«ungeduldigem Tone: „Hm! fahre fort! entließ ihnder Kaiser?"

„Nichts weniger; Karl war über sei» Benehmenund seinen Geist erstaunt und »ahm ihn gnädig, gast-freundlich ans. Er blieb einige Zeit in Prag undsetzte alle Gelehrte durch seine Kenntnisse und seineBeredsamkeit in Erstaunen," *

„Wenn er aber in Prag so mit Ehren überhäuftwurde, wie kam er dann als Gefangener nach Avignon ?"

„Giacomo," sagte Angeld nachdenkend, „es gibtMänner von anderem Geiste und anderem Schlage,

* Sein iralicmscher Zeitgenosse findet ein Vergnügen dar-an, diesen merkwürdigen Mann als einen zweiten Ehrich-Ihon darzustellen. „Di^utsvL," sagt er aus Veranlassungfernes Aufenthalts in Prag von ihm, „si,pot»vit -onirionteial toologi»; motto «licevo, psrlLv» ooso mvrsviglioss, lillxu»