Druckschrift 
2 (1854)
Entstehung
Seite
153
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de« Lupus selbst war. Endlich in Böhmen angekom-men, entdeckte er sich einem Florentiner in Prag underhielt durch dessen Hülfe eine Audienz bei KaiserKarl.«

„Ein kluger Mann, der Kaiser!« sagte Giacomo,„filzig wie ei» Geizhals. Seine Siege erkauft er undgeht nach Lorbeeren auf den Markt — so hörte ichvon meinem Bruder, der unter ihm diente."

„Wahr; aber ich habe auch gehört, daß er Bü-chermenschen und Gelehrte liebe — daß er weise undmäßig ist, und viel hofft man noch von ihm in Ita-lien ! Vor den Kaiser, sage ich, kam Rienzi. Wisse,großer Fürst, sagte er, daß ich der Nienzi bin, denGott bevollmächtigte, Nom zu regieren in Frieden,mit Gerechtigkeit und in Freiheit. Ich zügelte dieAdeligen, rottete die Verderbnis aus, verbesserte dieGesetze. Die Mächtigen verfolgten mich — Stolznnd Neid vertrieben mich ans meinem Staate. Sohoch Ihr steht, so tief bin ich gefalle» ; auch ich habedas Sechter geschwungen und hätte eine Krone tragenkönnen. Wißt auch, daß ich ein illegitimer SprößlingEures Geseblechtrs bin; mein Vater war der SohnHeinrichs VII. ; * das Blut der teutonischen Königerollt in meinen Adern, so niedrig meine früherenVerhältnisse, so bescheiden mein früherer Name war!Von Euch, v König, verlange ich Schutz und Ge-rechtigkeit."

* Oheim von Kaiser Karl.

" Man sehe über diese Anrede den »gleichzeitige»Biographen,« Buch II, Kap. 12.

Bulwer, Rienzi. II. 11

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