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2 (1854)
Entstehung
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„Ja!" antwortete Angela, sich stolz aufrichtcnd.„Ich bin ein Römer! und unwürdig wäre ich meinerGeburt, hätte ich noch nicht gelernt, welche Ehre demNamen Cola di Rienzi's gebührt."

„Aber Deine Landsleute in Nom hätten ihn bei-nahe gesteinigt, glaube ich," murmelte Giacomv. „DieEhre scheint mehr in Fußtritten, als in Geld zu be-stehen. Kannst Du mir sagen," suhr der Page inlauterem Tone fort, „kannst Du mir sagen, ob eswahr ist, daß Nicnzi in Prag vor dem Kaiser er-schien und prophezeihte, der vorige Papst und alleEardinäle würden ermordet und ein neuer italienischerPapst gewählt, der den Kaiser als Fürsten von Si-cilien, Calabrien und Apulien* mit einer goldenen,und sich selbst als König von Nom und ganz Italienmit einer silbernen Krone krönen werde? Und-"

„Schweige!" unterbrach ihn Angela ungeduldig.„Höre mir zu und Du sollst den Hergang der Sachegenau erfahren. Als der Tribun das letzte Mal Nomverließ (Du weißt, daß er nach seinem Falle verkleidetbei der Feier des Jubeljahres zugegen war)," hierhielt Angelo inne, blickte sich überall um, und sagtedann mit rötherer Wange und erhobener Stimme,„ja, der Tribun, das war er, und das wird erwieder sein — reiste er, als Pilger verkleidet, überBerge und Wälder, Tag und Nacht, dem Regen unddem Sturm ausgcsetzt, ohne ein anderes Obdach alsHöhlen, er, der, wie man sagt, das verzärtelte Kind

»Eine alberne Fabel, die gewisse Geschichtschreiber auf-nahmcn.