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diese Abhärtung der Pest leichter, als die Vorsichtig-sten — träge. „Schneller, schneller, um der LiebeChristi willen!" rief Irene. „Ich habe viel Gold;ich will Euch gut belohnen; helft mir ihn unter dasnächste Dach tragen."
„Ueberlaßt ihn uns, junge Dame; wir hatten schonein Auge auf ihn," sagte einer der Todtengräber.„Wir wollen unsere Pflicht an ihm erfüllen, die ersteund die letzte."
„Nein — nein ! berührt sein Haupt nicht — über-laßt das mir. So, ich will Euch helfen, so — nundenn — aber haltet ihn sanft!"
Unterstützt von diesen schauderhaften Leuten, trugIrene, welche ihren Verlobten nicht los lassen wollte,sondern die geliebten Augen nnd Lippen (obwohl beidejetzt geschloffen) zu bewachen schien, als wollte sie da-durch die Seele vom Scheiden abhalten, Adrian inein nahe gelegenes Haus und legte ihn auf ein Bett;von dem aber Irene (die, wie in solchen Augenblickennur Frauen fähig sind, die Geistesgegenwart und wach-same Umsicht behielt, die zu ihrer sonstigen lebhaftenReizbarkeit einen bedeutenden Gegensatz bildeten) zu-erst Decken und Ueberziigc hinwegnehmen ließ, die viel-leicht angesteckt sein mochten. Dann schickte sic dieLeute nach andern Vettstücken fort, so wie um einenArzt zu holen, wo sie nur immer einen solchen mitGeld zu einer Pflichterfüllung bewegen könnten, welchejetzt hauptsächlich den heldenmüthige» Bruderschaftenüberlassen blieb. Diese, wie sehr auch durch dasUrtheil der neueren Zeit wegen der Verbrechen einiger