Druckschrift 
2 (1854)
Entstehung
Seite
116
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Itk

so fragte sich sein besseres Ich, zu wahrhaft poetischfür die unbeständigen Gefühle dieses OrteS — worin»die äußere Feinheit und die angenehme Lage ausge-nommen, die Fröhlichkeit, «on der er hier so widerseinen Willen Zeuge gewesen, sich non dem rohenGelage in dem Kloster Sänke Maria unterscheide —denn hier, wie dort, war ungeachtet der Verschieden-heit in dem äußerlichen Benehmen — die gleiche Hart-herzigkeit und Selbstsucht, welche de» Schrecken zurFröhlichkeit machte. Die schöne Mariana, die, wiedie Königin erzählt hatte, ihres Gefährten beraubtworden war, hatte ganz und gar keine Lust, denNeugewonnenen auch wieder zu verlieren. Sie drangihm von Zeit zu Zeit die Weinflasche und Früchteauf, und bei diese» nichtssagenden Höflichkeiten ruhteihre Hand leicht auf der scinigen. Endlich kam dieStunde, wo sich die Gesellschaft über die drückendeMittagshitze in den Palast zurückzog — um mit Sonnen-untergang wieder ins Freie zu kommen, um nebender Fontäne zu Nacht zu speisen, zu tanzen, zu singenund bei dem Lichte der Fackeln und der Sterne fröh-lich zu sein, bis man sich zur Ruhe begab. AberAdrian, nicht willens, diese Unterhaltung länger fort-zusetzen, beschloß, so bald er sich allein in dem ihmangewiesenen Zimmer befand, sich in der Stille davonzu machen, als jedenfalls die kürzeste, und vielleichtnicht einmal die am wenigsten höfliche Art, sich zuverabschieden, die ihm übrig blieb. Demzufolge ver-ließ er, als Alles ruhig und in Schlummer versunkenschien, dem zu dieser Stunde die Bewohner des Südens