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Und wisse, daß des Lebens Feste baldVerrathen a» den Tod durch Sorgen!
Der Tod ruft Alle, drum sei der Kummer fern,
ES soll uns jetzt kein kleinrer Meister zwingen,
Verdunkelt sich der Tag durch Wolken trüb und schwer,
So können sic die Nacht nur schneller noch uns bringen.
O, schwelge nur in Lieb, ergib dich jeder Lust,
Denn die Moral sollt' dich das schwarze Grab schon lehren jSogar der grause Tod, er ist der Freude FreundUnd pflanzet auf das Grab den Kranz von Lorbeeren,
Wenn ich das Auge seh', das mir das Herz entzückt.Gewinnt mein Auge selbst ein neues, frisches Leben,
Wenn Freud im Himmel ist der Heil'gen schönes LooS,
So muß sie wohl auch hier den Himmel schon uns geben.
Diesem sehr beifällig aufgenommcnen Gesängefolgten jene leichten und witzigen Erzählungen, inwelchen die italienischen Novellisten ein Vorbild fürVoltaire und Marmontel wurden — während Jedes,sobald die Reihe kam, den Faden des Gespräches auf-nahm und mit gleicher Gewandtheit jedes düstere Bild,jede traurige Betrachtung vermied, das die annnithigenMüßiggänger an die Nähe des Todes erinnern konnte.Zu jeder anderen Zeit hätten GemüthSart und Talentedes jungen Signor di Castello ihn ganz dazu befähigt,an diesem arkadischen Hofe sich zu ergötzen und zuglänzen. Jetzt aber suchte er vergebens die Düsterheitvon seiner Stirne, die ängstlichen Gedanken aus seinemHerzen zu verscheuchen. Er dachte an die erhalteneNachricht, wunderte sich, muthmaßte, hoffte, fürch-tete aber immer noch, und wenn sein Geist sich füreinen Augenblick zu der Scene um ihn her wandte,