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2 (1854)
Entstehung
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rohe Pracht der weniger verfeinerten und reichenRömer. Hier lag die Laute, welche zuletzt gespieltworden war — das zuletzt gelesene vergoldete Buchmit Gemälden; dort standen traulich zusammcngeriicktcSitze, als ob die Dame und ihr Geliebter zuletzthier geflüstert hätten.

„Und solche Verödung," dachte Adrian, „kannbald die Spur des »»begrüßten Gastes verschlingen,wie sie die des verschwundenen Besitzers verschlang."

Endlich trat er in einen Saal, worin noch einemit Weinflaschen, gläsernen Bechern, und einem vonSilber, verwelkten Blumen und halbfaulen Früchtenund Fleischspeisen besetzte Tafel stand. Auf der einenSeite öffneten sich in der Tapete Flügclthüren nacheiner breiten Treppenflucht, welche zu einem kleinenGarten hinter dem Hause führte, in dem ein Spring-brunnen munter Plätscherte— das einzige, was, denFremden ausgenommen, hier noch Leben zeigte! Aufden Stufen lag ein carmcsinrother Mantel und unterdiesem ein Damenhandschuh. Diese Reliquien schienendem Herzen des Liebenden von der letzten Werbungund dem letzten Lebewohl eines Geliebten zu zeugen.Er seufzte laut, und da er fühlte, daß er seine ganzeKraft nöthig haben werde, füllte er einen der Becheraus einer halb leeren Flasche Cyprier. Er leerte denBecher — und fühlte sich gestärkt. „Jetzt," sagte er,„wieder an meine Aufgabe! Ich will sorteilen;" als erplötzlich schwere Tritte durch die Zimmer kommen hörte,die er verlassen glaubte — sie kamen näher — sie tratenein, und Adrian sah zwei ungeheure, unheilverkün-

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