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die Kirchen ebenfalls; die Stadt war wie unter demInterdikt. Der schreckliche Fluch der päpstlichen Er-communication gegen die höchste obrigkeitliche Personder päpstlichen Stadt schien alle Lebensadern zu erstar-ren. Der Legat selbst gab sich den Anschein, als fürchteer für sein Leben und war nach Monte FiaSconegeflohen, wo unmittelbar nach Bekanntmachung deSEdiktes die Barone zu ihm stießen. Der Fluch wirkteam Besten in der Abwesenheit des UeberbringerS.
Gegen Abend konnte man einige wenige Personenüber den großen Platz vor dem Capitol gehen sehen,die sich, sobald sie die an dem Löwen angeschlageneBulle bemerkten, bekreuzten und in den Thoren desgroßen Palastes verschwanden. Nach und nach sam-melten sich einige ängstliche Gruppen in den Straßen,zerstreuten sich aber bald wieder. Es war eine Läh-mung alles Verkehrs, aller Gemeinschaft. Diesergeistlichen, unbewaffneten Macht, die wie die unsicht-bare Hand Gottes den Marktplatz verödete und daSgekrönte Haupt beugte, konnte keine physische Ge-walt trotzen oder sich widersetzen. Dennoch drangsich inmitten des allgemeinen Entsetzens eine Ueber-zeugung der Menge auf — um ihretwillen wurdeihr Tribun mitten in seiner Herrlichkeit so vernichtet!Die Worte der gegen ihn geschleuderten, an Mauernund Säule» angeschlagenen Bulle zählten seine Ver-gehen auf: — Empörung in der Behauptung derFreiheit Roms — Ketzerei, weil er die kirchlichenMißbräuche läuterte ; — und, um dem Uebrigen alselender Deckmantel zu dienen, war es Entweihung, daß