Druckschrift 
2 (1854)
Entstehung
Seite
64
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gerne wissen, welches von jenen glänzenden Lichternmein Gebnrtsstcrn ist, — welcher meine Laufbahnim Leben und das Andenken, das ich im Tode hintermir lasse, abbildet und wiedcrstrahlt." Wie ihndieser Gedanke durchfuhr und sein Blick »och immernach oben gerichtet war, sah er, als wurde er plötz-lich deutlicher, als die ihn umgebenden Gestirne, denraschen, feurigen Kometen, der im Winter 1LL7den Aberglauben Derjenigen in Schrecken setzte,welche in dem Fremdling des Himmels die Vorbe-deutung von Unheil und Elend erblickten. Er fuhrzurück, als er denselben ansichtig wurde und mur-melte bei sich selbst: „Ist dies wirklich mein Vorbild!oder, wenn die mährchenhafte Wissenschaft Rechthat, und diese seltsamen Lichtkvrper den Ruin vonNationen, den Sturz von Regenten bedeuten, ver-kündigt er mein Schicksal? Ich will nicht mehrdaran denken." * Als er den Blick senkte, fiel er aufden kolossalen ,Basaltlvwen auf dem Platze unten,Las Sternenlicht übergvß seine graue, erhabene Ge-stalt mit einem geisterhaften, weißen Schimmer,und da erkannte er zwei Gestalten ln schwarzenNocken bei dem Gestelle, auf dem die Bildsäule ruhte,offenbar mit etwas beschäftigt, dessen Zweck er nichterrathcn konnte. Ein Schauder lief durch seine Adern,denn er hatte sich nie der unbestimmten Idee begeben

* Ach! wenn bei den Römern dieser Komet mit demFalle Rienzi's zusammentraf, so war er für das übrigeEuropa mit dem weit größeren Unheil, der großen Pest,begleitet, welche bald darauf ausbrach.