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2 (1854)
Entstehung
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wollen sehen, ob die Freundschaft des großen Hause«Colonna den wahnsinnigen Beistand der Pöbelpuppcübcrwiegt. — Dies nach Palestrina, — der Felsenist unangreifbar! — Dies an Johann di Vico, mankann sich auf ihn »erlassen, wen» er auch sonst Ver-räther ist! — Dies nach Neapel; der Colonna wirdden Botschafter des Tribuns verstoßen, wenn er dieSendung nicht aufgibt und hierhereilt, nicht als Lieb-haber, sondern als Soldat! — Und dies möge Waltervon Montreal treffen! Ha, einen köstlichen Botenhat er uns gesandt, aber ich will Alles vergebe» —Alles, für taufend Lanzen." Und während er mitzitternden Händen den seidenen Faden uni seine Briefeschlang, befahl er seinen Pagen, für den kommendenTag alle die Herren an seine Tafel zu laden, welchein der vergangenen Nacht mit angeklagt gewesen waren.

Die Barone kamen — weit mehr wüthcnd überden Schimpf der Begnadigung, als dankbar für dieGnade. Ihre Besorgnisse vereinigten sich mit ihremStolze, das Geschrei des Pöbels, das Winseln derFranziskaner klang immer noch lii ihren Ohren, undgemeinsamer Widerstand schien ihnen die einzige Maß-regel, ihr Leben zu schützen und ihren Schimpf zu rächen.

Die öffentliche Begnadigung schien ihnen nur eineMaske der Privatrache des Tribuns. Sie glaubtennicht anders, als Nienzi habe es nicht gewagt, sieam Hellen Tage zu vernichten; Vergessen und Ver-geben schienen ihnen die Mittel, mit welchen manihre Wachsamkeit einschläfern wollte, während manihren Stolz demüthigtc, und das Bewußtsein ihres