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der Gattin, als sie mehr in der tiefen Stille ihresHerzens des ihr allein zustehenden Vorrechtes er-freute, seine einsamen Stunden zu theilen, als allder Hoheit, zu welcher sein Schicksal sic erhoben hatte,und zu deren Zierde und Genuß sie ihr Wesen sosehr befähigte. In dieser ruhigen, einsamen Stundetäuschte sie ihr Herz durch wache Träume — eitlerals die des Schläfers — und malte sich die lange Lauf-bahn des Ruhmes, das erhabene Abtreten in Friedenaus, die ihren Gemahl erwarteten.
Und während sie so wachend träumte, verdunkeltedie Wolke, bis jetzt nicht größer als die Hand einesMannes, den Horizont eines Schicksales, dessen Son-nenschein sich seinem Ende nahte!
Zweites Kapitel»
Die Flucht.
Knirschend in seinem stolzen Herzen, wie ein Pferdan dem Gebisse knirscht, kam der alte Colonna inseinen Palast zurück. Zhm, unschuldig an dem be-absichtigten Verbrechen seiner Verwandten und Stan-deSgenvffen, erschien die ganze Scene der Nacht unddes Morgens als eine Beschimpfung und Entwürdi-gung. Kaum war er in seinem Palaste, so befahler, daß Boten, auf die er, wie er wohl wußte, sichverlassen konnte, sich für seine Aufträge bereit haltensollen. „Dies nach Avignon," sprach er zu sich selbst,als er einen Brief an den Papst schloß. — »Wir