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„Ich glaube nicht," sagte Pandulpho nach einerPause, daß es in der menschlichen Natur liegt, daß,wenn Ihr diese so sündigen und so überwiesenen Men-schen begnadigt, sie zum zweiten Male Euch nachdem Leben trachten!"
„Mich dünkt," sagte Nicnzi, „wir müssen selbstmehr thun, als sie begnadigen. Der erste große Ca-sar suchte, wenn er einen Feind nicht zermalmte, ihnin einen Freund umzuwandeln — —"
„Und kam bei dem Versuche um," sagte Baron-celli rasch.
Ricnzi fuhr auf und wechselte die Farbe,
„Wenn Ihr diese elenden Gefangenen retten wollt,so wäre cs besser, wenn Ihr nicht wartetet, bis dieWuth des Pöbels unbezähmbar wird," flüsterte Pan-dulpho.
Der Tribun erhob sich aus seiner Träumerei,
„Pandulpho," sagte er in demselben Tone, „mirahnt etwas — die Schlangenbrut ist in meiner Hand,— ich erwürge sie nicht — sie könnten mich für meineBarmherzigkeit todtstechen — es ist ihr Instinkt! Eshat nichts zu bedeuten; man soll nicht sagen, daßder römische Tribun mit so vielen Leben seine eigeneSicherheit erkaufte; auch soll man nicht auf meinenGrabstein schreiben: Hier liegt der Feigling, dernicht zu verzeihen wagte! Heda! Gerichtsdicncr,schließt die Thören auf! Meine Herren, mache» wirdie Gefangenen mit ihrem Urthcil bekannt!"
Mit diesen Worten setzte sich Rienzi auf den Staats-stuhl oben an der Tafel, und die jetzt aufgegangenr