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„Die», Tribun, war meine Behauptung, ob-gleich der Nath anders entschieden hat."
„Hört das Geschrei des Volkes; Ihr könnt sei-nem biedern Grimm nicht wehren," sagte der Dc-magog Baroncelli.
Viele unter der Versammlung murmelten Beifall.
„Freunde," sagte der Tribun mit feierlicher undernster Miene, laßt die Nachwelt nicht sagen, dieFreiheit sei blutdürstig; ahmen wir einmal das Bei-spiel der Barmherzigkeit unseres Erlösers nach! Wirhaben gesiegt — laßt uns verzeihen; wir sind ge-^rettet — laßt uns vergeben!"
Die Worte des Tribuns wurden von Pandulphound Anderen unterstützt, deren Politik milder undgemäßigter war; und nach einer kurzen, aber leb-haften Erörterung behielt der Einfluß Nienzi's dieOberhand, und das Todesurtheil wurde, obwohlmit einer geringen Stimmenmehrheit, zurückgenommen.
„Und jetzt," sagte Nicnzi, „laßt uns mehr, alsgerecht, laßt uns edelmüthig sein. Sprecht — undzwar unerschrocken. Glaubt Einer von Euch, daßich allzustreng, allzustolz gegen diese widerspänstigcGemüther war? — Ich lese die Antwort auf EurerStirne! — Ich war es ! Glaubt Einer von Euch, diesermein Fehler habe sie zu dieser schwarzen Rache veran-laßt? Glaubt Einer von Euch, sie haben, wie wir, einemenschliche Natur, — sie haben ein Gefühl für Güte,sie lassen sich durch Edelmuth besänftigen, — sie seiendurch eine Rache zu zähmen und zu entwaffnen, wiesie das Christenthum edeln Feinden vvrschreibt?"