Druckschrift 
2 (1854)
Entstehung
Seite
10
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Rudolph von Sachsen hält sich immer zu dem ,Meistbietenden," versetzte der Schurke mit abscheuli-chem Grinsen.Ihr gabt mir Gold und ich wollteEuer» Feind erschlagen; Euer Feind überwältigte mich,er schenkte mir das Leben, und das Leben ist ein höheresGut, als Gold!" «

Ähr gesteht Euer Verbrechen, meine Herren! 'Schweigend ! Stumm ! Wo bleibt Euer Witz, Savclli ? /

Wo Euer Stolz, Rinaldo di Orsini? Gianni Eolonna; s dahin ist es mit Eurer Ritterlichkeit gekommen ?" j ^O!" suhr Rienzi mit tiefer, leidenschaftlicherBitterkeit fort;o, meine Herren, kann Nichts Euchversöhnen nicht mit mir, aber mit Nom? Wasist mein Verbrechen gegen Euch und die Eurigengewesen? Zerstreuung der Räuber (solcher Menschen, i!wie Euer Ankläger) Schleifung der Festungswerke ^

- unparteiische Gesetze welcher aus dem Volkehervorgegangenc Mann hat je in allen RevolutionenItaliens dessen Zügellosigkeit so wenig nachgegeben?

Nicht ein Pfennig aus Euer» Koffern wurde vonfrecher Gewalt angerührt, nicht ein Haar aufEuerem Haupte durch Privatrache gekrümmt. Ihr,Gianni Eolonna, wurdet mit Ehren überhäuft, derOberbefehl Euch anvertraut Ihr, Alphonso diFrangipani, mit neuen Vorrechten beschenkt, er-innerte sich der Tribun einer Beleidigung, die erals Plebejer von Euch erfahren? Ihr beklagt Euchüber meinen Stolz; war cS mein Fehler, daßIhr kriechend meiner Macht Euch, schmiegtet,Schmeichelei im Munde und Gift im Herzen? Nun,