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Erich! Meine Herren, kommt Eurem Genossen zuHülfe und antwortet für ihn,"
„Nein, wenn wir entdeckt sind," sagte der Or-sini und sprang in der Verzweiflung auf, „so wollenI wir wenigstens nicht nngcrächt fallen — stirb, Th-! rann!"
Er stürzte auf den Ort zu', wo Nienzi stand, —denn auch der Tribun hatte sich erhoben —, und! führte mit seinem Dolche einen Stoß nach dessenBrust; rer Stahl drang durch den Purpurmantel,glitt aber unschädlich ab — und der Tribun betrach-tete den getäuschten Mörder mit verächtlichem Lächeln.
„Bis gestern Nacht ließ ich mir nicht träumen,daß ich unter dem Staatsklcidc den verborgenen Pan-zer nöthig hätte," sprach er. „Meine Herren, Ihrhabt mir eine schwarze Lehre gegeben und ich dankeEuch."
Bei diesen Worten klatschte er in die Hände undplötzlich flogen die Flügelthüren am Ende des Saalesauf und zeigten den Gcrichtssaal, mit blutrvthcr Seide,untermischt von weißen Streifen, behängen, — demSinnbilde von Verbrechen und Tod. An einer langenTafel saßen die Räthe in ihren StaatSkleidern; an; den Schranken stand eine wilde Gestalt, welche die^ Gäste nur zu gut erkannten.
. „Laßt Rudolph den Sachsen näher treten!" sagtei der Tribun. Und geführt von zwei Wächtern trat
der Räuber in den Saal.
„Elender, Ihr also habt uns verrathcn!" sagteeiner von den Frangipani.
Bulwcr, Nienzi. II.
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