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3. Geschichte der Judäer von dem Tode Juda Makkabis bis zum Untergange des judäischen Staates 1 (1905)
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Geschichte der Juden.

Der große König Agrippa, Freund des Kaisers" auf dereinen Seite. Auf der andern zeigt sie das Bild der Glücksgöttin, diein der einen Hand ein Ruder und in der anderen ein Füllhorn hält,und dazu die Inschrift:Cäsarea^) das beim Hafen Sebastos."Diese Dankbarkeit war nur nicht von gar langer Dauer. Den Hafen-städten Anthedon und Gaza hat er wohl auch Gunstbezeugungen zu-gewendet, da auch sie ihm zu Ehren Münzen geprägt haben.DieSöhne der Fremde" haben Agrippa, wie dem König David einst,gehuldigt, allerdings nicht mit aufrichtigem Herzen. Auch die wildenBewohner von Auranitis und Trachonitis haben seinen Namen durchInschriften verewigt. Bei seiner Rückkehr aus Rom, wo er einenKaiser gemacht hatte, dankten die Bewohner einer Stadt in dieserGegendfür die Rettung des Königs Agrippa und seine Rück-kehr", dem Gotte Zeus. Alle nannten ihnden großen König",freilich mit dem Zusatze:Freund des Kaisers und Freund derRömer" (<pt1öx»taa^

Obwohl Agrippa mit mehreren Fürsten befreundet war, die gleichihm ihre Macht und ihren Glanz der Gunst Roms oder des Geschöpfes,welches als Kaiser galt und Rom und das römische Reich bedeutete,zu verdanken hatten, so kam es ihm doch nicht in den Sinn, seineTochter in deren Familie zu verheiraten, solange diese dem Heidentumangehörteu. Er verschwägerte sich lieber mit dem Arabarchenhausein Alexandrien. Seine älteste Tochter Berenice, die wegen ihrerstrahlenden Sckwnheit und ihres Geschickes berühmt geworden ist (geb. 28,st. zwischen 81 und 93), Verlobte er mit Marcus, dem Sohn desArabarchen Alexander Lysimachus (o. S. 319), dem er zu Dankverpflichtet war, und der gleich ihm in die kaiserliche julianische Familie

Art Schirm oder Baldachin und auf der anderen drei Ähren zeigt, das. 131 f.)mag von ihm selbst herrühren. Sie hat kein Menschenbild.

*) Bei 1,s 8a8 und IVaääing'tou (Insoriptions greeguss st latinss III,bio. 2211, (lssorixtiou p. 514) findet sich eine Inschrift: xvolov

v.v« xat krr»rvüov - 1 /7,1, xkrö? (?)... v^o-

vvr«? röv <»!-.vv Sie bezieht sich unstreitig auf Agrippa I.

Zweifelhaft ist, ob die (das. No. 2329, x. 533) in Kanatha gefundene In-schrift: xat Agrippa I.

oder II. angehört. Nach der lückenhaften Inschrift scheint der judäische Königden Bewohnern von Kanatha Vorwürfe zu machen, daß sie wie die TiereHausen und sich versteckt halten (</><o/.küaavrk?). In der bei Sia (*/ Stundevon Kanatha) aufgefundenen Inschrift (das. No. 23KS, p. 540) werden Agrippa I.und II. bezeichnet als ki'ak.j,)?

Das. Nr. 2112 p. 497 lassen die Inschriften: ent 'laol/ov

und Nr. 2135: zweifelhaft, ob

sie vom Vater oder vom Sohne sprechen.