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3. Geschichte der Judäer von dem Tode Juda Makkabis bis zum Untergange des judäischen Staates 1 (1905)
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Claudius und Agrippa.

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gelaufen, daß der Tollhäusler Caligula durch die Hand des Prätoriauer-tribuns Chäreas einen schmählichen Tod gefunden hatte (24. Januar 41 st.Die Nachricht traf am 22. Schebat (März 41) ein:Casus Caligulaist ermordet worden, und seine Befehle sind aufgehoben." Kein Wunder,daß dieser Tag, welcher unverhoffte Erlösung von einem sicher geglaubtenUntergang gebracht, als erhöhter Freudentag begangen worden ist st.

Caligulas Nachfolger auf dem Throne der Cäsaren war Claudius,der Blödsinn gepaart mit gelehrter Pendanterie. Dieser Kaiser schuldeteseine Krone dem Zufall und der geschickten diplomatischen Vermittelungdes Königs Agrippa, der den widerstrebenden Feigling dahin gebrachthatte, die Wahl der Prätorianer anzunehmen, und zugleich den wider-strebenden Senat, sie anzuerkennen. Wie gesunken war Rom, daß einwinziger judäischer Fürst, den die stolzen Patrizier aus der Zeit derRepublik kaum eines Blickes gewürdigt hätten, jetzt in der Senatskuriesprechen und verhandeln durfte und gewissermaßen Rom einen Herrschergeben konnte 2)! Claudius war auch nicht unerkenntlich gegen denjudäischen Fürsten. Er lobte ihn in öffentlicher Senatssitzung, bekleideteihn mit der Konsularwürde und machte ihn zum König von ganzPalästina, indem er Judäa und Samaria zu seinem Reiche hinzufügte ^).Außerdem verlieh er ihm noch den Landstrich Abilene. Zur Er-innerung an die Rangerhöhung und Länderschenkung ließ der Kaiserin pedantischer Nachahmung des Altertümlichen diese Tatsache in Tafelnvon Erz 5) eingraben und eine Denkmünze schlagen, die auf der einenSeite zwei ineinander verschlungene Hände darstellt mit der Inschrift:Freundschaft und Bundesgenossenschaft des Königs Agrippamit dem Senat und dem römischen Volke", und auf der anderenSeite den Kaiser zwischen zwei Figuren mit der Legende:König

Agrippa, Freund des Kaisers").

1) Josephus Altert. XVIII, 8, 79.

'st S. Note 1 und 21.

2) Josephus Altert. XIX, 4, 26. vio Oaosius 60, 8.

st Josephus Altert, das. 5, I. Oio Lassius das.

st Das. j. Kr. II, 11, ö.

st Das. Im Pariser Münzkabinett befindet sich ein Ilnioum, auf welchemauf der einen Seite drei Figuren abgebildet und ziemlich deutlich die Wortezu lesen sind: Die Inschrift der anderen

Seite ist aber stellenweise unleserlich und dadurch ist der Sinn unverständlich.Um sie zu entziffern haben sich Mionnet, Lenormant der Ältere, Cavedoniund Reichardt bemüht. Das Richtige hat wohl Theod. Mommsen getroffen.Er liest: /jaasilt'ws) sstpö? ror xat rör)si^(or)

Vergl. numismatische Zeitschrift von Huber undKarabacek III. Jahrg. 1871, S. 449 fg., die Entzifferung von Reichardt das.S. 83 sg. und Aaääsu, numisiuata Orientalin II, p. 137.