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3. Geschichte der Judäer von dem Tode Juda Makkabis bis zum Untergange des judäischen Staates 1 (1905)
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Alexander Polyhistor.

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Bearbeitung der israelitischen Urzeit in griechischer Sprache, auch eineReihe von Versen aus dein Dramader Auszug aus Ägypten" vondem Tragödiendichter Ezechiel und von Theodot über die BedeutungSichems. Alexander kannte nicht bloß die Verunglimpfung des Ursprungesder Jndäer durch Manetho, sondern auch die des Apollonios Molound hat von dem ersteren gar nichts und von dem letzteren nur das-jenige ausgezogen, was keine Schmähung enthält. Er war zwar eingeistloser Sammler, aber es gereicht ihm zur Ehre, daß er von derSchmähsucht der Griechen und von dem Rassenhasse seiner Zeitgenossenfrei war. Auch Nikolaos von Damaskus (geb. um 64 vor, st. imBeginne der christl. Zeitr. hat in seinen Geschichtsbüchern nichtsNachteiliges gegen die Jndäer geschrieben. Allerdings war er ein ver-trauter Freund des Königs Herodes und hat auf dessen Wunsch dieVerteidigung der ionischen Jndäer gegen die Feindseligkeit der Griechenvor Marens Agrippa, der rechten Hand des Kaisers Angnstus, geführtund erwirkt, daß sie in ihrem Bürgerrecht und in ihrer Religions-ausübung nicht gekürzt werden sollten (o. S. 228). Sein jüngererZeitgenosse Strabo lgeb. 66 vor, st. 24 nachchr. Z.), der bedeutendsteGeograph des Altertums, hat in seinem geographischen, mit geschicht-lichen Nachrichten untermischten Werke dem Judentum ein schönes Blattgewidmet. Wiewohl auch er die Jndäer als von Ägyptern abstammendansah, wiederholte er dennoch nicht die ihm gewiß bekannte Fabel vonderen Ausweisung wegen Aussatzes und Unreinheit. Er stellte vielmehrden Auszug so dar, daß Mose mit den von ihm Angeführten dasNilland verlassen habe, weil ihm das ägyptische Wesen und besondersdie unwürdige Gottesverehrung zuwider gewesen sei. Bei der Erzählungvon Mose hob Strabo mit sichtlicher Billigung die Einheit Gottesgegen die Vielgötterei und die bildlose Verehrung der Gottheit, wiesie Mose gelehrt, gegen den Tierknltns der Ägypter und gegen dieVerähnlichung der Gottheit mit dem menschlichen Körper bei den Griechenhervor.Wie vermöchte einer, der Verstand hat, sich erdreisten, irgendein menschliches Abbild des göttlichen Wesens zu erdichten?" ruft eraus 2). Ganz im Gegensatz zu den Verunglimpfungen des Judentumsdurch Posidonius, Molo, Chäre.mon, Lysimachos und andere Griechenstellt Strabo diese Lehre als Befördererin der Tugend dar. Sie ver-heiße Gutes von der Gottheit für diejenigen, die in Tugend undGerechtigkeit leben ^). Strabo erzählt, daß Moses Nachfolger einigeZeit in den von diesem gegebenen Gesetzen in gerechter Handlung und

i) Vergl. Müller das. III, p. 358 s. Er war keineswegs ein geborenerJude, wie Ewald behauptet (Gesch. d. V. Israel III. 2, S. 472).

-) Strabo XVI, 2, 35. Das.