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3. Geschichte der Judäer von dem Tode Juda Makkabis bis zum Untergange des judäischen Staates 1 (1905)
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Geschichte der Juden.

Die messianische Spannung beherrschte also die Gemüter in denmittleren Schichten der Nation mit Ausnahme der Aristokraten undder Römlinge, welche mit der Gegenwart zufrieden waren und voneinem Wechsel der Dinge eher Unheil zu fürchten, als Heil zu er-warten hatten. Daher traten denn auch innerhalb des kurzen Zeit-raumes von dreißig Jahren eine Reihe schwärmerischer Männer auf,welche ohne betrügerische Absicht, nur dem inneren Drange folgend,das Joch der Leiden vom Nacken der Nation abzuschütteln, sich alsPropheten oder als Messiasse ansgaben und Gläubige fanden, die

So bleibt von Schürers Beweisen nur 8ibM. III, 4650, wo allerdings voneinem die Rede ist, da dieses Stück unstreitig aus der Zeit

des zweiten Triumvirats stammt (V. 5152):

Zwei wichtige Beweise aber aus unzweifelhaft vorchristlichen Schriften hatSchürer ebenso wie die anderen Forscher übersehen. Makkabb. I, 14, 41 ist inder für Simons Wahl zum Fürsten ausgestellten Urkunde angegeben: -roll

7^070». Der treu bewährte Prophet kann kein anderer als Elia sein. DieHauptvertreter des Volkes haben also damit sagen wollen, daß sie diese Wahlunbeschadet der Legitimität des davidischen Hauses getroffen haben. Denn mitder Parusis Elias waren das Erscheinen des Messias aus dem Hause Davidsund die Erlösung Israels eng verbunden gedacht, wie aus der zweiten, nochälteren und ebenfalls übersehenen Stelle hervorgeht. Sirach, wo er Elia preist(48, 10II), sagt noch mehr als Malsachi von ihm aus: e-r-arp-v-at x»(iitt»v

Elia soll demnach die Stämme Jakobs aufstellsn, aufrichten, wie^erherstellen:opp' 'uow nn d. h. also die Erlösung bringen oder befördern. Der

Schluß, V. 11, ist unverständlich, wenn man nicht eine bessere L.-A. dafür setzt.Glücklich, die dich sahen und in Liebe geschmückt sind?" Was soll das bedeuten?Liest man statt xkxov^i^rvor xkxo^^/xk'vor (Der Vorschlag wird durch dieL.-A. guter HSS. bestätigt. Vergl. Schlatter, Das neu aufgef. hebr. Stückdes Sirach (1897), S. 90.) die Entschlafenen, so erhält der V. einen besserenSinn. Aber auch -v kann nicht richtig sein. In Liebe entschlafen?

Hebräisch muß der V. gelautet haben und der Übersetzer hat falsch

gelesen rn-m:. Alsoglücklich die dich, Elia, im Leben sahen und auch die inder Erde Entschlafenen, denn wir werden des Lebens leben." Sirach hat dem-nach mit dem Wiedererscheinen Elias nicht bloß die Wiederherstellung derStämme, sondern auch die Auferstehung verknüpft selbstverständlich nach derAnschauung seiner Zeit. Wir haben also Zeugnisse aus dem zweiten und erstenvorchristlichen Jahrhundert, daß die Messiasidee mit einem mystischen Nimbusim Volke gelebt hat. sJn dem jetzt aufgefundenen hebr. Text des Sirach sindgerade diese beiden Verse nur trümmerhaft überliefert. Am empfehlenswertestensind die Vorschläge N. Peters, Der hebr. Text des Eccles. (1902), S. 273 f., 421.Vergl. Ryssel (in Kautzschs Apokryphen des A. T), S. 264 und Schlatter,a. a. O., S. 90, 115).