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Messianischc Erwartungen und der Ursprung des Christentums.
Messianische Spannung in den Gemütern. Verschiedene Aufsassungsweisen vondem erwarteten Messias. Das essäische Himmelreich. Johannes der Täufer,sein Wirken, seine Gefangennahme. Jesus von Nazaret setzt Johannes'Werk fort. Seine Geburtsgeschichte. Seine Wirksamkeit, sein Verhaltenzum Judentums und zu den Parteien. Seine wundertätige Kranken-Heilung und seine Austreibung der Dämonen. Sein geheimes Austretenals Messias. Seine Reise nach Judäa. Anklage gegen ihn und seine Ver-urteilung. Die christliche Urgemeinde und ihre Vorsteher; die Ebioniten.Pilatus' Entfernung aus Judäa. Vitellius, Statthalter von Syrien, günstiggegen die Judäer gestimmt.
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Während Judäa noch zitterte bei dem Gedanken, daß der Land-Pfleger Pontius Pilatus irgend einen neuen Streich der Gewalttätigkeitausführen könnte, der neue Aufregung und neue Leiden zur Folgehaben würde, rang sich eine Erscheinung ins Leben, die in ihren An-fängen so klein war, daß sic nach ihrer Geburt kaum beachtet wurde,die aber durch die eigentümliche Art des Auftretens und durch die Gunstder Umstände allmählich einen so gewaltigen Anlauf nahm und eine soriesige Macht erlangte, daß sie der Weltgeschichte neue Bahnen vor-zeichnete. Es war nämlich die Zeit' gekommen, in welcher die Grund-wahrheiten des Judentums, bisher gebunden und nur von Tiefer-denkenden in ihrem wahren Werte erkannt, sich der Fessel entschlageuund frei hinaustreteu sollten, die Völker der Erde zu durchdrungen.Die Fülle hehrer Gedanken von Gott und einem heiligen Leben fürden Einzelnen, wie für den Staat, die den Grundkern des Judentumsausmacheu, sollte in die Leerheit anderer Völker überströmen und dieseneinen reichen Inhalt bringen. Israel sollte seine Aufgabe: Lehrer derVölker zu werden, ernstlich zu verwirklichen anfangen. Solltedie uralte Lehre von Gott und dem sittlich-göttlichen Leben des Menschenbei der gottentfremdeteu und entsittlichten Heidenwelt Eingang finden,so mußte sie neue Namen und neue Formen annehmeu, wenn dieGemüter und Geister dafür empfänglich werden sollten, weil das Judentumin seinem ausgeprägten Wesen mit seinem alten Namen im allgemeinenunter den Heiden nicht beliebt war. Die neue Erscheinung, die unter