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Geschichte der Juden.
than, Sohn Ussiels, und Jochanan ben ha-Choranit. Demersteren wird eine chcildäische Übersetzung der Propheten ohne tatsäch-liche Begründung beigelegt. Sein Vater Ussiel soll ihn enterbt undseine Hinterlassenschaft dem Schulhaupte Schammai zugewendet haben,wahrscheinlich weil er unzufrieden war, daß der Sohn sich der Hillel-schen Schule angeschlossen hatte. Jochanan hatte seinen Beinamen vonseiner hauranitischen Mutter, die ihn wohl aus der Ehe mit einemHeiden geboren hatte
Wie ein Unglück selten allein eintrifft, so gesellte sich zu dem Leidder Fremdherrschaft für die judäische Nation das Mißgeschick der Spal-tung innerhalb des Synhedrial-Kollegiums, das doch die Einheit ver-treten sollte. Es ging in zwei Richtungen auseinander. Neben derSchule Hillels bildete sich die Schule Schamma'i's, welche den Keilbildete, die bis dahin für die Auslegung und Anwendung des gegebenenGesetzes in Schrift und Überlieferung einheitliche Lehre des Judentumszu spalten. Diese Spaltung, welche von Jahrhundert zu Jahrhundertzunahm und später zwar tief beklagt, aber nicht mehr gehemmt werdenkonnte, wurde auf den Umstand zurückgeführt, daß die Jünger derbeiden Schulen der Belehrung ihrer Meister nicht die volle Aufmerk-samkeit zugewendet 2), sondern sich in politische Händel gegen die Hero-dianer, die sie tief haßten und verabscheuten, eingelassen hatten.
Wie die Hilleliten die Sanftmut ihres Meisters zur Richtschnurnahmen, so eiferte die Schule Schammais ihrem Stifter in Strenge
Die Zahl 80 Schüler Hillels, 8ubba 28a und Parall. oder gar m 'scksrus. Heckarim p. 39 b ist eine runde Zahl, wie öfter mbn- mms 's oderll'i'Lro 's (lbaSig'a 16 b. — R. Jochanan b. Sakkn'i kann unmöglich Hillelsunmittelbarer Jünger gewesen sein, vergl. weiter unten. Dagegen muß dieTradition, daß Jonathan b. Us. dessen Schüler gewesen, richtig sein, da sonstvon ihm nichts vorkommt, und die Geschichte seiner Enterbung zu GunstenSchammais, wie sie in cksrns. disäurim a. a. O. erzählt wird, nur dadurchverständlich wird. Der Vater, wohl Schammaite, enterbte den Sohn wegendessen Anhänglichkeit an Hillel. Entstellt ist diese Geschichte erzählt Labs,Latra 133 b, daß nicht Jonathan b. Us. enterbt worden wäre, sondern der Sohneines Unbekannten, entstellt, um Jonathans Namen nicht zu verunglimpfen. —Das Targum Jonathan zu den Propheten wird gegenwärtig mit Recht alsetwaiges Werk dieses Jonathan allgemein bezweifelt; vergl. Z. Frankel,Beilage zum Jahresbericht des Breslauer Seminars Jahrg. 1872, S. 412 fg.Ob ;>mi> die Hebraisierung von Theodotion, dem griechischen Übersetzer, ist, mußnoch erhärtet werden. — p pnv, wie er immer genannt wird, war ein
Hillelite; vergl. I. H. Weiß, Geschichte der jüd. Tradition l, S. 177 fg. rmimbedeutet eine Hauraniterin, wie eine Damascenerin und muss
eine Batanäerin. Es waren proselrstische Frauen, wie Derenburg richtigeruiert hat. Lsnai sur I'bistoire etc. cls 1a kalsstins, S. 223 t.
2) Dosslta OkaKiAa II, 9, 8anbsclr. VII, 1.