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3. Geschichte der Judäer von dem Tode Juda Makkabis bis zum Untergange des judäischen Staates 1 (1905)
Entstehung
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Zrhnkes Kaxilel.

Archelaus und die ersten römischen Landpfleger.

Die herodianische Familie; Teilung Judäas; Aufstand gegen Archelaus;Sabinus und Varus; die abenteuernden Häuptlinge, Juda der Galiläer.Herodes' Testament bestätigt; Archelaus wird Ethnnrch, seine kurzeRegierungszeit, seine Verbannung. Judäa römische Provinz. Die Land-pfleger. Aufregung wegen des Zensus. Die Schulen Hillels und Scham-mais. Juda der Galiläer Stifter der Zclotcnpartei. Die Abgabenlast.Neue Feindseligkeiten der Samaritaner. Vertreibung der Judäer ausNom unter Liberins; die Vierfursten. Erbauung der Stadt Liberias.Feindseliger Geist des Landpflegers Pontius Pilatus. Wohlwollen desStatthalters Vitellius.

4 v. bis 37 n. Chr.

So unglückselig auch die heriodianische Regierung war, so konntesie doch im Vergleich zu der nachfolgenden eine glückliche genanntwerden. Sie hatte wenigstens eine blendende Außenseite und war ingroßem Stile gehalten und entbehrte nicht eines gewissen Schwunges.Judäas Grenzen reichten unter Herodes viel weiter hinaus als zurglücklichsten Zeit der Hasmonäer-Regierung. Die Landstriche, um welchedie Hasmonäer Aristobul I. und Alexander I. jahrelang Kriege geführtund die sie doch nur zum Teil erobert hatten, jenseits des Jordan unddes Hermon, waren Herodes durch einen Federstrich zngefallen; nurdaß das Geschenkte minder angenehm ist als das mühsam Errungene.Die Städte Judäas erhoben sich in neuem Glanze, ansgestattet mitallem, was die griechische Baukunst für den Schönheitssinn darbot,nur daß sie mehr dem Ruhm der römischen Machthaber und derherodianischen Familie, als der Nation zustatten kamen. Die Hafen-plätze der Meeresküste, namentlich der von Cäsaren, wimmelten vonSchiffen und belebten den Handel; freilich vermehrten die daraus ge-wonnenen Einkünfte nicht den Nationalreichtum. Der Tempel strahltein verjüngter Schönheit und konnte äußerlich an die Wiederkehr dersalomonischen Zeit erinnern, nur daß die Priester gezwungen waren,für das Heil derer zu opfern, welche sie im Herzen verwünschten. DasLand genoß sogar eine gewisse Selbständigkeit; denn die römischenFesseln waren dem oberflächlichen Blicke unsichtbar. Dieser ganze Schein,