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3. Geschichte der Judäer von dem Tode Juda Makkabis bis zum Untergange des judäischen Staates 1 (1905)
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Herodes' Ende.

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Wer weiß, ob der Geist der Menschensöhne nach oben steigt, und derGeist der Tiere nach unten unterhalb der Erde fährt?"Ich habeeingesehen, daß nichts besser ist, als daß der Mensch sich seines Lebensfreue, denn wer will ihn dahin bringen, zu sehen, was nach ihm seinwird!"). Es sind offenbar gespitzte Pfeile gegen eine oder mehrereReligionsparteien gerichtet, gleichviel ob gegen Pharisäer oder Essäer.Den Überfrommen sagt er überhaupt unangenehme Dinge:Ein unddasselbe Geschick ist für den Gerechten wie für den Frevler, für denGuten wie für den Bösen, für den Opferbringenden wie für den Nicht-opferer, für den Schwörenden wie für den, der den Eid scheut" 2). DasLetzte ist an die Essäer gerichtet.Sei nicht zu fromm und klügle nichtzu viel; warum willst du dich aufreiben? Denn es gibt keinen Frommenauf Erden, der nur gut handelte und nicht sündigte" ff. Kohslet geißeltalle häßlichen Auswüchse, welche die Zeitlage und die herodianische Frevel-regierung dem jndäischen Volkskörper angesetzt hatte.

Aber die ewige Gerechtigkeit züchtigte Herodes noch empfindlicherals es ein von Entrüstung und Strenge geleitetes irdisches Gerichtvermocht hatte. Selbst die Freude, die sie ihm, ehe er seiner über-handnehmenden Ekel erregenden Krankheit erlag, noch gewährte, wareine herbe Züchtigung. Bon Augnstus war die Erlaubnis eingelaufen,den verruchten Antipater nach Gutdünken zu bestrafen. Die Freude,an seinem Sohne Rache nehmen zu können, linderte für einen Augen-blick Herodes' Schmerzen, aber im nächsten Augenblicke übermanntcnsie ihn derart, daß er nahe daran war, seinem Leben mit einem Messerein Ende zu machen. Sein Verwandter Achiab entriß ihm die Waffe,aber das Wehklagen, das sich infolge dieses Vorfalles im Palaste zuJericho erhoben hatte, drang auch zu den Ohren des im selben Palastegefangenen Antipater. Dieser faßte wieder Hoffnung für sein Lebenund beschwor seinen Kerkermeister, ihn in Freiheit zu setzen, da ihmnach dem erfolgten Ableben des Vaters die Herrschaft zufalle. DerKerkermeister, der nicht leichtgläubig sein eigenes Leben verwirken mochte,eilte in die Gemächer des Königs, um sich von dessen Leben oder Todzu überzeugen. Sobald Herodes ans seinem Munde erfuhr, daß Antipaterder Hoffnung Raum gegeben, ihn zu überleben, befahl er seinen Trabanten,ihn ohne Aufschub zu töten, was auch geschaht). Obwohl Antipaterden zehnfachen Tod verdient hatte, so war doch jedes Gemüt empört,daß ein Vater schon über den dritten Sohn das Todesurteil verhängteund es vollstrecken ließ. Augnstus, obwohl selbst stiefväterlich gegenseine Tochter Julia gesinnt, äußerte bei der Nachricht von Antipaters

ff Lobsist 3, 19 22. ff Das. 9, 2. ff Das. 7, 16 20.

ff Josephus Altert. XVII, 7, I.