Kohslet (Prediger).
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gleicher Weise zuwider waren. Beim Anblick der Frevel und der Übelnur nicht zu verzweifeln und den Tod herbeizurnfeu, ermahnt er.Da alles von Gott stammt, so hat auch das Übel seine Notwendigkeit.Alles hat Gott zu seiner Zeit gut gemacht Z, denn es gibt für alleseine Zeit:
„Eine Zeit zum Zeugen und eine Zeit zum Sterben,
„Eine Zeit zum Pflanzen und eine Zeit auszureißen,
„Eine Zeit zum Töten und eine Zeit zum Heilen,
„Eine Zeit zum Niederreißen und eine Zeit zum Bauen,
„Eine Zeit zum Weinen und eine Zeit zum Lachen.,
„Eine Zeit zum Lieben und eine Zeit zum Hassen,
„Eine Zeit für Krieg und eine Zeit für Frieden"^)
Da Gott alles zu seiner Zeit gut und passend gemacht hat, sosoll der Mensch über das Wie und Warum nicht grübeln. Denn dasVerkehrte kann er doch nicht besser machen und das Mangelhafte nichtergänzen 3). Nur nicht grübeln! „Denn, je mehr Weisheit, destomehr Harm, je mehr Wissen, desto mehr Schmerz"^). Der Menschkann einmal den Grund der Dinge nicht erforschen. Gott habe denMenschen geflissentlich die Unwissenheit ins Herz gegeben, daß sie nichtfinden, was Gott von Anfang bis zu Ende gemacht hat. Wie sehrsich der Mensch auch abmüht, es zu suchen, er kann es nicht finden,und wenn der Weise spricht, daß er es wisse, so kann auch er es nichtfinden. „Wie du nicht weißt, was der Weg des Geistes in die Gebeineim Leibe einer Schwangeren ist, so kannst du die Werke Gottes nichtwissen, wie er es vollbringt" °).
Wie es kommt, daß die früheren Zeiten besser waren? „Was dawar, wird wieder sein, und was geschehen ist, wird wieder geschehen,es gibt nichts ganz Neues unter der Sonne. Es gibt einmal eineSache, von der man spricht: „„Sieh, das ist neu!"" Es war längstin früheren Zeiten, die vor uns waren; aber es ist keine Erinnerungau das Frühere geblieben, und auch an das Spätere, das sein wird,wird keine Erinnerung bleiben bei denen, die noch später sein werden" O).Da die Welt sich nun gleich bleibt, da „ein Geschlecht vergeht unddas andere kommt, und die Erde für immer stehen bleibt, da dieSonne auf und nieder geht, da der Wind sich in Kreisen dreht undzu seinem Ausgang wieder zurückkehrt, und alle Flüsse ins Meer gehen,und dieses nicht voll wird, weil die Flüsse immer wieder zurücklaufen" ?),so ist in einer unglücklichen Zeit kein Grund zu verzweifeln, ins Trauer-
i) Loüslst, 3, 10. 2) 3, 1—8.
-) Das. 1, 15; 7, 13. h Das. 1, 17.
b) Das. 3, 10; vergl. den Kommentar zu 11, 5; 8, 17.
Das. 1, 9 — 11. ') Das. 1, 4—8.
Eraetz, Geschichte der Juden. III.
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