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Geschichte der Juden.
Freude war aus Judäa gewichen. Stumm ging einer neben demandern einher, um nicht dem Unmut unwillkürlich einen Laut zu leihenund sich und den Freund ins Unglück zu stürzen st. Die Anhängerder schammaitischen Schule, welche von ihrer strengen Lebens- undReligionsanschauung noch finsterer auf die Vorgänge blickten, faßtendaher ihre Verdüsterung in den Worten zusammen: „Es wäre besserfür den Menschen, er wäre gar nicht geboren"st. Der Tod schienvielen und besonders der in den Schulen gebildeten Jugend erwünscht.Gegen diese Lebensverachtnng, welche jede Tatkraft lähmt und dieZukunft erst recht bedrohlich macht, führte der Verfasser des BuchesKohslet einen heftigen Kampf, und ihr ist ein großer Teil des Buchesgewidmet. An einer Stelle führt er die Redeweise der Vertreter dieserdüstern Lebensanschauung an, um sie lächerlich zu machen:
„Besser ein guter Name als gutes Öl,
„Und der Todestag als der Geburtstag.
„Besser ins Trauerhaus als ins Hochzeitshaus gehen;
„Denn das ist das Ende aller Menschen,
„Und der Lebende kann sichs zu Herzen nehmen.
„Besser Harm als Scherz;
„Denn bei trübem Blick kann das Herz glücklich sein.
„Das Herz des Weisen im Trauerhause,
„Das Herz des Toren im Freudenhause.
„Besser des Meisen Ansahren als des Toren Lied zu hören;
„Denn wie das Geräusch der Dornen unter dem Topfe,
„So das Lachen der Toren." st
Darauf der Verfasser oder die von ihm eingeführte Figur: „Auchdas ist eitel" und Spruch gegen Spruch aufführend:
„Besser das Ende einer Sache als der Anfang,
„Besser ein Langmütiger als ein Trübsinniger."
„Sei nicht übereilt in deinem Gemüt, dich zu härmen, dennder Harm ruht im Herzen der Toren. Sprich nicht, wie ist's doch,daß die früheren Tage besser als diese waren? Denn nicht mit Weisheitfragst du so. . . Sieh, das ist Gottes Werk; denn wer könnte bessermachen, was er schlecht gemacht hätte? Am Tage des Glückes genießedas Glück und am Tage des Unglückes beachte, daß Gott eins demandern entsprechend gemacht hat" st. Das war die Philosophie desVerfassers, dem wahrscheinlich, als einem Sadduzäer, die Pharisäischeund die essäische Überfrömmigkeit und düstere Lebensanschauung in
st Josephus Altert. XVI, 5, I.st brubiu, p. 13 a. Vergl. Graetz, Kabelst, S. 25 fg.st Kobsist 7, 1—6. Vergl. Kommentar,st Das. 7, 8 — ll.