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3. Geschichte der Judäer von dem Tode Juda Makkabis bis zum Untergange des judäischen Staates 1 (1905)
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Geschichte der Juden.

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lichcr Ankläger gegen ihn ans. Antipaters Todesurteil wurde hieraufgefällt, und Herodes bat Angnstus, es zu bestätigen^). In diese Anklagewar auch eine von Herodes' Frauen, die zweite Mariamne, verwickelt,deren Sohn Herodes zum Nachfolger bestimmt war, falls Antipatervor seinem Vater sterben sollte. Hierauf wurde diese zweite Mariamneverwiesen, ihr Sohn ans dem Testament gestrichen und ihr Vater, derHohepriester Simon bcn Boöthos, seiner Wiirde entkleidet; zum Nach-folger wurde Matthia, Sohn Theophils 2 ), ernannt (4). Unter diesemHohenpriester kam der Fall vor, daß ein anderer, Joseph ben Ellemans Sepphoris, sein Verwandter, an dessen Stelle an einem Versöhnungs-tage fungieren mußtet, weil jener durch einen nächtlichen Zufall ver-unreinigt worden. Seit jener Zeit ist der Brauch eingeführt worden,daß jedem Hohenpriester ein Stellvertreter für den Versöhnungstagbestimmt wurde, der sich eine Woche vorher denselben Vorbereitungenunterwerfen mußte. Auch wurden Mittel angewendet, den Hohenpriesterin der Nacht dieses Tages wach zu erhalten Z.

So viele und so anhaltende Gemütserschütternngen warfen Herodes,der indes dem siebzigsten Lebensjahre nahe war, aufs Krankenlager.Alle seine Hoffnungen waren zertrümmert, das Werk so vieler Mühsale,so vieler Verbrechen, so vielen Blutvergießens war ihm selbst wider-wärtig geworden, da er es seinen Söhnen mißgönnte, die er durchwegfür seine Feinde hielt. Zu welchem von ihnen sollte er jetzt Vertrauenhaben? Zum dritten Mal änderte er die Nachfolge und bestimmte denThron für seinen jüngsten Sohn Antip as^), weil er die älteren sämtlichfür seine Feinde hielt. Allein ein Gemütszustand, der bei jedem anderenMilde und Erbarmen erzeugt hätte, stimmte ihn nur noch wilder undgrausamer. Ein geringes Vergehen feuriger Jünglinge ahndete er indem Zustande des Lebensüberdrusses, an der Pforte des Grabes mitderselben Gefühllosigkeit und Härte, wie zur Zeit, als noch die kühnstenTräume des Ehrgeizes seine Brust schwellten. Die Pharisäer warenseine Freunde nicht, namentlich diejenigen nicht, welche Anhänger derstrengen Schule Schammais waren, besonders nachdem er viele derselbenhatte hinrichten lassen ( 0 . S. 233). Die am Leben Gebliebenen unter-ließen nicht, in ihren Hörsälen die Jugend gegen den Jdnmäer undRömling anfzureizen. Sie konnten dies ohne Gefahr in verblümterRedeweise tun, wenn sie die Strafandrohung der Propheten gegen dasVolk der Jdnmäer auf Herodes und sein Hans anwcndeten. Da

1) Josephus Altert. XVII, 4, 13. 5, 18. ^ Das. 4 , 2 .

2 ) Das. 6 , 4. looelta lloma, 0 . I, 4. Jerusal. .loiua p. 38 cl und xarall.Labll das. 12 b.

Mkebna loma, I, 1. 4.

5) Josephus Altert. XVII, 6 , 1 .