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3. Geschichte der Judäer von dem Tode Juda Makkabis bis zum Untergange des judäischen Staates 1 (1905)
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Mariamiies Tod.

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Herodes' Lebensgeister wieder auf. Hatte er ja Gelegenheit gefunden,sich der letzten Hasmonäerin zu entledigen. Obwohl sie sich immereine unschuldige Miene zu geben gewußt und ihre Heuchelei so weitgetrieben hatte, ihrer Tochter Mariamne vor ihrem Tode die bitterstenVorwürfe über ihren Undank gegen Herodes zu machen, um sich vondem Verdachte einer Mitschuld an dem ihrer Tochter zur Last gelegtenVerbrechen zu reinigen, traute er ihr doch nicht. Alexandras Todwurde ebenso schnell vollzogen, wie verhängt (nm 29 oder 28 U. Mitihr erlosch das letzte Reis des hasmonäischen Stammes, nachdem sieihren Schwiegervater Ar ist obul II., ihren Gatten Alexander,ihren Schwager Antigonos, ihren Sohn Aristo bnl III., ihrenVater Hyrkan II. und ihre Tochter Mariamne nacheinander einesschmählichen Todes hatte sterben sehen. Sie entging dem Verhängnisihres Hauses nicht, von dessen Gliedern kaum zwei, von Juda demMakkabäer an, lebenssatt auf ihrem Bette entschlafen sind. Nichtlange nachher wurden auch die noch übrigen Seitenverwandten deshasmonäischen Hauses, die Bene-Baba, enthauptet, so daß man mitRecht später sagen durfte, daß, wer sich auf die Abstammung von denHasmonäern berufe, eben dadurch seine unedle Abkunft von dem idu-mäischen Sklaven Herodes verrate^). Die Söhne Babas hatte Herodes'vertrautester Freünd, der Jdumäer Kostobar, viele Jahre verborgengehalten, um mit ihrer Hilfe eine Verschwörung ausznführen, die da-hin zielte, die Jdumäer zu ihrem heidnischen Kultns zurückzuführen,deren Priester für den Götzen Kozö seine Vorfahren gewesen waren.Salome aber, deren Gatte Kostobar nach der Hinrichtung ihres erstenGatten Joseph geworden war, liebte in der Ehe die Abwechselung undsah in ihrer Stellung am Hofe nur die günstige Gelegenheit fürPalastintrignen. Sie schied sich von ihrem zweiten Gatten, indem sieihm gegen die Sitte den Scheidebrief zustellte, und verriet ihremBruder, nm Kostobar zu verderben, dessen Schonung gegen die SöhneBabas. Hierauf ließ Herodes Kostobar, dessen Mitwisser, Helfershelferund Freunde Lysi machos, Gadia-Antipater, Dosith eosund die Schützlinge hiurichten um 26^).

Die noch übrigen zwei Dritteile der herodianischen Regierung be-wegen sich ohne Fortschritte und bilden eine lange Kette von kriechenderSchmeichelei gegen Augustus und Rom, von Bau- und Schaulust,von tief eingcrissener Sittenverderbnis, von unglücklichen Verschwö-rungen und Hofintriguen und von dadurch herbeigeführten neuen Ver-

*) Josephus Altert, das. 7, 8. ") Laba Latra, 3 b.

2) Josephus Altert, das. 7, 810.