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3. Geschichte der Judäer von dem Tode Juda Makkabis bis zum Untergange des judäischen Staates 1 (1905)
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Herodes.

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schlängelten Pfaden, an Schluchten vorüberführend, zugänglich war,noch wehrhafter. Die Spitze des Kegels von sieben Stadien Umfangließ er mit hohen und festen Mauern, siebennnddreißig Türmen undmit Wohnungen versehen. Auch einen Prachtpalast mit Sänlengängen,Bädern, Mosaikestrich ließ er sich auf Masada bauen und durchTürme gegen Angriffe schützen. Große Wasserbehälter ließ er anlegen,um stets Wasservorrat zu haben, und der freie Platz konnte zum An-bau von Getreide dienen *). Wenn ihm alles mißlingen sollte, sosollte diese steile Feste am toten Meere ihm gegen seine Feinde, undwenn ihrer noch so viele wären, Sicherheit des Lebens gewähren.Kleopatra saun aber auf einen andern Plan, um ihn ohne große An-strengung zu verderben. Sie machte Herodes zum Bürgen für dieihr zugewiesenen Einnahmen aus einem Teile des Gebietes desNabatäerkönigs Malich, um ihn in Kriege mit diesem zu verwickeln,wobei ihre Absicht war, die ihr gleicherweise verhaßten beiden Nachbar-könige einander aufreibeu zu lassen. Das letztere gelang ihr zumTeil. Da Malich die regelmäßige Steuerzahlung eingestellt hatte,überzog ihn Herodes mit Krieg. Sobald er aber zwei Siege überihn (bei Dium und Kanath in der hanranischen Landschaft) davon-getragen hatte, schickte Kleopatra ihren Feldherrn Anthcnion demNabatäerkönige zu Hilfe, und das jndäische Heer erlitt eine so furcht-bare Niederlage, daß Herodes über den Jordan zurückgehen mußteund sich auch diesseits nicht mehr sicher hielt. Dazu kam noch einfurchtbares Erdbeben, das besonders die Sarona-Ebene (den öst-lichen Teil der Ebene Jesreel) hart traf; die Häuser stürzten zusammenund begruben viele tausend Menschen unter ihren Trümmern (imFrühjahr 31). Seit diesem Erdbeben Pflegten die Hohenpriester amVersöhnungstage im Allerheiligsten für die Einwohner der Saronabesonders zu beten, daß ihre Häuser nicht ihre Gräber werden sollen").Die Niederlage gegen die Nabatäer und das Erdbeben machten dasjndäische Heer so mutlos und die Feinde so zuversichtlich, daß dasÄußerste zu befürchten war. Herodes flößte ihnen aber neuen Akutzu neuem Kampfe ein. Die Nabatäer wurden bei Philadelphia besiegtund erkannten ihn als Lehnsherrn an (31 ^).

Kanin hatte er von dieser Seite Ruhe, als sich ein Sturm erhob,der die römische Welt aufs tiefste erschütterte und auch den Günstlingder römischen Machthaber zu verderben drohte. Seitdem Rom unddie ihm untertänigen Völker den Dreimännei n, Octavianns Cäsar,

*) Josephus, jüd. Krieg VII, 8, 34 (vgl. Schürcr 1°, 638, Anm, I37j.

2) äeras. Malet., lloma p. 42 o.

ch Josephus Altert. XIV, 5, 4; jüd Krieg I, 19, 3 6.