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Geschichte der Jude».
Markus Antouius und Aemilius Lepidus, zu Füßen lagen,und diese drei einander gründlich haßten und hinwegznräumen trach-teten, mar die politische Atmosphäre mit Verderben drohenden Ele-menten erfüllt, die jeden Augenblick losbrechen konnten. Dazu kamnoch das unerhörte Schauspiel, daß einer dieser drei Gewaltigen vondem buhlerischen und teuflischen Weibe Kleopatra beherrscht war,welche ihren Liebeszauber über ihn dazu benutzte, um Herrin von Romzu werden, selbst wenn Länder und Inseln deswegen in Flammenaufgehen sollten. In dieser tieferregten Zeit verkündete ein jndäischerDichter in Form sibyllinischer Weissagung in schönen griechischenVersen den Untergang der sündhaften römischen und griechischen Weltund den Anbruch des herrlichen Morgens des Messias. SchrecklicheTage verkündete dieser jndäisch - griechische Seher, in denen Beliar(Belial), der Gegen-Messias, die Menschen verführt und verderbt:„Wenn fürivahr Rom dereinst auch herrschet über Ägypten„Und es zusammen regiert, dann wird das größte der Reiche„Des unsterblichen Königs unter den Menschen erscheinen,
„Und es kommt ein heiliger Fürst, der die Länder der Erde„Alle beherrscht, alle Zeiten hindurch, wie die Zeiten verrinnen.
„Und dann herrscht unerbittlicher Zorn lateinischer Männer:
„Drei werden Rom alsdann mit schrecklichem Lose vernichten,
„Und in den eignen Häusern gehen alle Menschen zu Grunde.
„Welp Dir, Elenden, weh'! wenn jener Tag Dir erscheinet„Und des unsterblichen Gottes Gericht, des mächtigen Königs!
„Aber daher von.dereinst wird Beliar kommen. .
„Und er stellet die Höhe der Berge, macht stehen die Meerflut,„Auch den glänzenden Mond und die große feurige Sonne;
„Weckt die Gestorbenen auf und wird viele Zeichen verrichten„Unter den Menschen. Jedoch in ihm ist keine Vollendung,„Sondern Gaukel-Trug, und viele Menschen verführt er,
„Treue erwählte Hebräer und auch noch andere Männer„Ohne Gesetze, und welche noch nicht des Gottes vernahmen.„Wenn aber dann die Drohungen nah'n des mächtigen Gottes„Und die feurige Kraft auf die Erde in Fluten herabkommt,
„Dann verbrennt er den Beliar und auch sämtliche Menschen,
„Die übermütigen Sinnes auf ihn ihr Vertrauen gesetzet.
„Und alsdann wird die Welt sich unter der Hand eines Weibes„Finden, beherrscht von ihm und ihm in allem gehorchend„Wenn dann hierauf eine Witwe beherrscht die sämtliche Erde,„Und in die mächtige Flut sie das Gold und Silber geworfen,
„Dann wird auch das Gericht des großen Gottes erscheinen
„Für die langdauernde Zeit der Welt, wenn dies alles sich zuträgt"*).
*) Vergl. Note 3, Nr. 10.