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3. Geschichte der Judäer von dem Tode Juda Makkabis bis zum Untergange des judäischen Staates 1 (1905)
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Tod Aristobuls III.

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Auge geworfen hatte, benutzte diese Gelegenheit, ihn in den Angenihres Anbeters verhaßt zu machen. Antonius lud hierauf Herodeszu sich nach Laodicea ein, damit er sich über das Geschehene recht-fertige. Für sein Leben zitternd, reiste Roms Vasallenkönig dahin,wußte aber durch reiche Geschenke und Beredsamkeit Antonius so sehrfür sich einznnehmen, daß er ihm nicht nur Aristobuls Tod nachsah,sondern ihn auch mit Ehren auszeichnete (Frühjahr Z4'). FrohenMutes kehrte Herodes nach seiner Residenz zurück; er war einer großenGefahr entgangen. Er büßte zwar eine kostbare Perle seiner Kroneein. Die wegen ihres hochgeschätzten Balsams und ihres Palmen-wnchses berühmte Gegend von Jericho hatte denn doch Antonius ihmentzogen und sie Kleopatra, die er auch mit fast dem ganzen Küsten-strich des Mittelmccres belehnte, geschenkt. Herodes mußte von ihrden Ertrag des Bodens um 200 Talente in Pacht nehmen-). Aberdieses Lösegcld konnte nicht in Betracht kommen gegen den großenVerlust, der ihm gedroht hatte. Er konnte zufrieden sein.

Allein an der Schwelle seines Palastes erwartete ihn der Dämonder Zwietracht und erfüllte sein Inneres mit Verzweiflung. Er hattevor seiner Abreise seine Gattin Mariamne dem Gemahl seiner SchwesterSalome, Namens Joseph, anvertraut und ihm den geheimen Auf-trag gegeben, falls er bei Antonius in Ungnade fallen und sein Hauptverwirken sollte, seine Gemahlin und ihre Mutter zu töten. Die Liebezu seinem schönen Weibe, das er keinem Nachfolger gönnen mochte,und zugleich der Haß gegen die Hasmonäerinnen, die nicht Schaden-freude an ihm erleben sollten, gaben ihm diesen teuflischen Gedankenein. Joseph hatte aber Marianine, sei es aus Gutmütigkeit, uni sievon der überschwenglichen Liebe ihres Gatten zu überzeugen, sei esaus Bosheit, welche die Glieder dieser Familie gegeneinander hegten,den geheimen Befehl zu ihrem Tode verraten und dadurch einen Stachelmehr in das Herz dieser unglücklichen Königin gesenkt. Als sich da-her ein falsches Gerücht von Herodes' Tode in Jerusalem verbreitethatte, wollte Mariamne sich mit ihrer Mutter unter den Schutz derrömischen Fahnen begeben. Diesen Umstand benutzte Herodes' SchwesterSalome, von gleichem Hasse sowohl gegen ihren Gatten Joseph alsauch gegen ihre Schwägerin beseelt, weil diese mit königlichem Stolzesich mit der Familie ihres Gatten nicht befreunden mochte, um beidebei ihrem Bruder zu verleumden und sie sogar des heimlichen Ein-verständnisses und eines unzüchtigen Umganges anznklagen. Herodes,

Z Josephus Altert. XV, 3, 4 8.svgl. Schürer S 362, Am». 5j.

-) Das. 4, l-2; j. Kr. I, t8, 5.