Herodes Glück.
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gemacht hatte. Die Judäer in den kleinasiatischen Städten waren »mso übler daran, als die verworfenen Griechen die Störung der staat-lichen Ordnung benutzten, um sie zu drücken und selbst ihre religiösenÜbungen zu stören. Bergessen hatten sie die für die Religionsfreiheitder Judäer erlassenen Dekrete von Lentulns, Cäsar und Dolabella,als der letztere kaum abgezogen war. Die Judäer in der HauptstadtEphesus, denen der Rat wiederum verboten hatte, den Sabbat zuheiligen und sogar Strafgelder wegen der Beobachtung ihrer Religionaufgelegt hatte, wandten sich in ihrer Not an den damals in Klein-asien weilenden Brutus und erlangten von ihm die Erlaubnis, nachihren Gesetzen zu leben (42*). Brutus war für Geldgeschenke, wennsie reichlich waren, nicht eben unempfindlich. Aber dieses neue Dekretfür die Religionsfreiheit wurde nur so lange beobachtet, bis sich Brutusmit Cassius vereinigte, um den entscheidenden Krieg gegen die Cäsa-rianer zu führen.
Nach Cassius Abzüge aus Syrien zu eben diesem Kriege warendie Patrioten in Judäa eifrig daran, den idumäischen Brüdern ihreMacht zu entwinden, da ihr Beschützer ihnen nicht mehr beistehenkonnte. Malichs Bruder nahm die Feindseligkeit gegen sie auf undbemächtigte sich, nicht ohne Hyrkans Wissen, einiger Festungen. Eingewisser Felix, der eine Schar fremder Krieger befehligte, befehdetemit Hilfe judäischer Bewaffneter Phasasl in Jerusalem. Von eineranderen Seite mischte sich ein Verwandter des hasmonäischen HausesPtolemäus, Fürst von Calchis, ein, der die Tochter des unglücklichenAristobul geheiratet hatte (o. S. 173). Dieser faßte den Plan insAuge, seinen Schwager Antigonos, Aristobuls übriggebliebenen Sohn,zum König von Judäa ernennen zu lassen. Dafür gewann er denrömischen Statthalter in Syrien Fabius und einen der Stattherren,den Cassius eingesetzt hatte, um die Provinzialverbände in Syrien undPhönicien zu sprengen. Dieser sogenannte Tyrann von Tyrus, NamensMarion, ließ sich um so eher von Ptolemäus gewinnen, als er nichtminder Herodes haßte. Diese Verbindung gegen die Judäer schien fürden Augenblick einen günstigen Erfolg zu versprechen, um so mehr, alsHerodes gerade zurzeit erkrankte. Marion bemächtigte sich dreier Festungenin Galiläa, um von diesen aus den Kampf zu beginnen. Allein kaumwar Herodes genesen, so zerstob der Plan wie eine Seifenblase. DieJdumäer siegten über ihre Feinde, und Herodes mußte von Hyrkanbei seinem Einzuge in Jerusalem mit der Siegespalme bekränzt werdenUm sich der Furcht vor diesem Mächtigen zu entschlagen, wollte ihn
*) Note 9.
") Josephus Atlert. XIV, 1l, 7. 12, 1.