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3. Geschichte der Judäer von dem Tode Juda Makkabis bis zum Untergange des judäischen Staates 1 (1905)
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Geschichte der Juden.

Hyrkan an sein Hans fesseln und verlobte ihm seine Enkelin, die wegenibrer Schönheit so berühmte und später so unglückliche Maria mne(MariammeZ. Das Schlachtopfer sollte mit dem Henker durch ehelicheBande vereint werden. Alexandra, ihre Mutter, betrieb dieses sotränenreiche Bündnis, uneingedenk dessen, daß der Vater der Braut,Alexander, durch die Ränke des Vaters des Bräutigams sein Lebenunter dem Beile ausgehaucht hatte ein unsäglich schreckliches Ver-hängnis für die Hasmonäerfamilie. So sehr überhäufte das Glückdie Jdumäer mit seinen Gnnstbezeugungen, daß alle Wechselfälle in derdamaligen politischen Welt, so sehr sie auch dem Anscheine nach ihnennachteilig zu werden drohten, ihnen nur noch größere Macht verliehen.Das republikanische Heer war bei Philippi völlig geschlagen (im Spät-herbst 42), die Führer Brutus und Cassius hatten sich entleibt, dierömische Welt lag dem zweiten Triumvirat Octavian, Cäsars Neffen,Antonius und Lepidns z» Füßen. Wie zitterten Herodes undPhasaöl vor den Folgen dieses Umschwunges für sich! Hatten sie jafür die Gegner des Triumvirats und besonders für Cassius den größtenEifer an den Tag gelegt. Außerdem waren die jndäischen Großenzu dem Sieger Antonius nach Bithynien geeilt, um bei ihm wegender Anmaßung der idumäischen Brüder Klage zu führen. Aber Herodeswußte bald die Wolken zu zerstreuen. Auch er erschien vor Antoniusmit glatter Zunge und blankem Gelde, und infolgedessen erinnerte sichAntonius, daß er früher Antipaters Gastfreundschaft genossen hatte.Mehr noch als dies mochten ihn die Geschmeidigkeit und die Brauch-barkeit des vielgewandten Herodes zu der für diesen so günstigen Ent-scheidung bestimmt haben. Er wies die Ankläger ab und entließHerodes mit Ehrenbezeigungen. Hyrkan aber wagte keine Klage gegenHerodes zu führen und erwirkte nur so viel durch das Huldigungs-geschenk einer goldenen Krone vermittels dreier Gesandten, Lysimachos,Sohnes des Pausanias, Joseph, Sohnes des Mennaios, undAlexander, Sohnes des Theodoros, daß die durch Cassius Gewaltzu Sklaven verkauften Judäer wieder in Freiheit gesetzt und ihnen ihreLändereien zurückerstattet wurden (41). Die Stimme der Nation, diesich wiederholentlich durch Gesandtschaften vernehmlich machte, wurdenicht gehört. Eine Gesandtschaft von hundert Personen, die vor Antoniusin Daphne bei Antiochien erschien, hörte er kaum an und ließ fünfzehndavon in den Kerker werfen, zumal der ebenfalls anwesende Hyrkanselbst auf Antonius Frage erklärte, daß die idumäischen Brüder alleinregierungsfähig seien. Eine noch zahlreichere von tausend angesehenen

y Josephus Altert. XIV, 12, 2 6.