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3. Geschichte der Judäer von dem Tode Juda Makkabis bis zum Untergange des judäischen Staates 1 (1905)
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Judäas Zerstückelung.

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sicher, daß er Münzen Prägen ließ mit griechischer und hebräischer In-schrift:König Alexander und Hoherpriester Jonathan").

Indessen kam Aulus Gabinius, ein Parteigänger Pompejns' undder Gewissenloseste unter den damaligen römischen Erpressern, als Statt-halter nach Syrien. Antipater, der bereits früher ihn durch Be-stechung gewonnen hatte, eilte zu ihm und klagte ihm sein Leid, undGabinius war sofort bereit, Alexander zu bekämpfen. Mit den römischenLegionen und den jndäischen Truppen, befehligt von zwei judäischenFührern Pitholans und Malich, welche später Grund genug hatten,ihre Hilfeleistung für die Römer zn bereuen, schlug er ihn vor Jerusalemund zwang ihn, sich nach Alexandrion zu flüchten. Diese Bergfestungbelagerte er so lange, bis Alexander um Frieden bitten mußte. DenTodesstreich, der Alexander bereits zugedacht war, wendete seine Mutternur mit Mühe ab, indem sie, die Kniee des Römers umfassend, fürihn um Gnade flehte. Die drei Festungen, die Alexander als Zufluchtgedient hatten, wurden geschleift^).

Zwei Akte des Gabinius nach seinem Sieg über Alexander, dereine von vorübergehender, der andere von nachhaltiger Wirkung, zeigen,wie die arglistige Politik der Römer, durch Teilung zn herrschen, sosehr leitender Instinkt geworden war, daß sie ihn auch da anwendeten,wo sie nur noch geringen Widerstand fanden. Um Judäa auch dieMöglichkeit zu benehmen, seine Grenzen und seine Macht zu erweitern,ermunterte Gabinius die freigewordenen Grenzstädte, ihre verfallenenFestungswerke nneder aufzurichten. Infolge dieser, einem Befehlegleichklingenden Erlaubnis wurden mehrere, ehemals zn Judäa gehörigeStädte wieder befestigt; unter andern an der Meeresküste Raphia,Anthedon, Gaza, Azotns, Dora und im Binnenlande Samariaund Bels an; das letzte nannte sich zu Ehren seines Wohltäters

fl Bei Merzbacher, Untersuchung über althebr. Münzen S. 207, ist eineReihe von Münzen aus de Saulcys Werk und andern Sammlungen zusammcn-gestellt, welche Alexanders Namen tragen, aber nach Typus und andern Eigen-heiten nicht Alexander I. angehören können. Sie werden daher mit RechtAlexander II. beigelegt Deutlich hat eine derselben die Legende

. . V d4-.k?c!i-<)(iav) auf der einen Seite und ans der

andern Eine andere hat . . . . . und hcbr. Der

Name mit hebr. Buchstaben lautet also, wenn ergänzt: r'rii-mp Alexandros(v o). Ein, drittes Exemplar hat noch die hebr. Buchstaben - ' ' o . mm.Daraus folgt, daß Alexander II., hebr. m-r, ebenfalls Münzen geprägt hat,und zwar kann dieses nur während der Jahre 5957 geschehen sein, ehe ervon Gabinius besiegt wurde. Damals, als er Jerusalem inne hatte, konnte ersich als König und Hohepriester gerieren.

") Jos. Altert. XIV, 5, 1. sVon einem fußfällige» Bitten ist wederhier noch jüd. Kr. I, 8, 5 die Rede.)