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3. Geschichte der Judäer von dem Tode Juda Makkabis bis zum Untergange des judäischen Staates 1 (1905)
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Geschichte der Juden.

500 Talenten (etwa 2 062 500 an Wert, den der König Alexanderwahrscheinlich als Zierde für den Tempel hatte verfertigen lassen, undder mit der Inschriftvon Alexander, dem jndäische» Könige" ver-sehen war. Dieses Kunstwerk erregte die Bewunderung aller derer,die es zu Gesichte bekamen, und Pompejus beeilte sich daher, es alsVorboten seiner Triumphe nach Rom zu senden, wo cs ans dem Kapitolden Jupitertempel zierte Z. Die Frömmigkeit hatte aber den goldenenWeinstock nicht vermissen wollen und weihte ans eigenem Antriebe dazu,der eine eine goldene Traube, der andere ein goldenes Blatt, so daßer später wieder an dem Eingänge der Tempelvorhalle prangte^).

So sehr auch das Prachtgeschenk Pompejus' Eitelkeit befriedigte,so war er doch weit entfernt, sich für den Geber desselben zu ent-scheiden. Mit unverschämter Anmaßung gab er vielmehr Antipaterund Nikodem, den Gesandten der feindlichen Brüder, den Bescheid, daßihre Herren in Person vor ihm in Damaskus erscheinen möchten, woer die Streitsache Prüfen und Recht sprechen würde. Obwohl tief be-schämt über die erfahrene Demütigung, erschienen beide, der Aufforderunggehorchend, und machten ihr Recht mit beredtem Munde geltend; dereine berief sich ans sein Erstgcbnrtsrecht, der andere ans seine größereWürdigkeit. Aber auch eine dritte Partei war vor Pompejus er-schienen, die das Recht der Nation gegenüber den wutentbranntenFürsten vertreten wollte. Es hatte sich in diesem Streite eine republi-kanische Partei gebildet, welche, der Zänkereien der Hasmonäer über-drüssig, das jndäische Gemeinwesen ohne erbliches Oberhaupt nur nachdem Organe des Gesetzes regiert wissen wollte. Man weiß nicht mehr,ans welchen Elementen diese einsichtsvolle Partei hervorgegangen ist,aber ohne Zweifel waren Mitglieder des hohen Rates dabei beteiligt.Die Republikaner beklagten sich besonders über die letzten Hasmonäer,daß sie die jndäische Staatsverfassung geändert und das Hohepriester-tum in eine Monarchie verwandelt hätten, um das Volk zu knechten

Z Strabo bei Joseph, das 3, I. Die Inschrift lautet nach den meisten.Handschr. und nicht rö '^g>aroto>0.v roü

-) Älicläot 3, 8.

2) Joseph. Altert. XIV, 3, 2. Allerdings waren die letzten Hasmonäerinfolge von Alexanders Untaten und infolge des Bruderkrieges bei den geistigenFührern des Volkes mißliebig geworden lvgl. o. S. 125). Wenn aber Geiger(Urschrift 205) dieses aus einer Stelle im lernseb. (luantt IV, p. 58 ä) beweisenzu können vermeinte, daß man der Priesterabteilung Jojarib, aus welcher dieHasmonäer hervorgingen, einen schmähenden Beinamen beigelegt habe, undDerenburg ihm folgt und eine selbständige Deutung für die Stelle versucht, sohaben Beide sie mißverstanden. Sie haben sie überhaupt unvollständig zitiert. Sielautet nämlich: .n-roa u.wn 122 ''a-wn ,.nrnp pr'n '0 onr»