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3. Geschichte der Judäer von dem Tode Juda Makkabis bis zum Untergange des judäischen Staates 1 (1905)
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Geschichte der Juden.

Test ebenfalls eine Demonstration gegen die Sadduzäer, die den Brauchdes Holzopfers für den Altar (Ivordan Lrim) als unbiblisch nichtanerkannt zu haben scheinen. Es wird davon erzählt, ein König, ver-mutlich der sadvuzäisch gesinnte Alexander Jannai, habe einst ein Verbotgegen das Holzopfer erlassen und habe Wachen aufgestellt, die Holz-spenden zurückzuweisen. Einige Familien, welche gewohnt waren, all-jährlich an einem bestimmten Tage Holz zu weihen, sollen sich einerList bedient haben, um die Wachen zu täuschen, indem sie das Holzin Leiterform zusammengefngt in den Tempelvorhof zu bringen wußten.Wegen der also erwiesenen Treue genossen diese Geschlechter, die Nach-kommen des Salma ans Bethlehem und Netopha, Gonbe-Ali undKoze-Keziot, das Vorrecht, daß das erste Altarfeuer am Schlüsseder Holzspende von ihrem gespendeten Holze unterhalten, und daß derfünfzehnte Ab, ihr Holzspendetag, znm allgemeinen Halbfeiertag er-hoben wurde *). In der religiösen Richtung der Zeit hatten auch dieEhrenspenden einen religiösen Charakter, und der Ehrgeiz fand sichbefriedigt, wenn ihm die Erlaubnis erteilt wurde, den Tempel mitWeihgeschenken zu versehen.

Diesen opferwilligen Sinn benutzte der hohe Rat, um einen'Aktzu erlassen, welcher mehr als alles andere den nationalen Gemeinsinnzu wecken imstande war und zugleich der sadduzäischen Ansicht ent-gegenwirken konnte. Die Sadduzäer hatten behauptet, die täglichenOpfer, wie überhaupt die Bedürfnisse des Tempels, brauchten nichtaus einem Nationalschatze bestritten zu werden, sondern sollten demfrommen Gefühle der Einzelnen überlassen bleiben. Der Rat unterSalome Alexandra bestimmte, daß jeder Jsraelite vom zwanzigstenJahre an Proselyten und freigewordene Sklave» mit eingcschlosfen alljährlich mindestens einen halben Sekel (ungefähr 1^ zumTempelschatz zu spenden habe. Dadurch war den täglichen Opfern einnationaler Charakter verliehen, da sie aus den Spenden der ganzenNation bestritten wurden. Es war damit keineswegs ein Zwang auf-gelegt, denn der bei weitem größte Teil der Judäer des In- undAuslandes spendete diesen Beitrag freiwillig, um so mehr, als manihn nach und nach als ein Sühnemittel (Lappara, betrachtetes.

Die Ausländer überboten sich sogar an Freigebigkeit für den Tempel.Aber weil der Beitrag eines halben SekelZb) für eine religiöse Pflichtgehalten wurde, erkannte man den Schatzmeistern das Recht zu, dieSäumigen zu pfänden Z. Drei Sammlungen zu verschiedenen Zeiten

S. Note 23. Z Philg gg Llonaroliia, H 3 II. II, 224.

Llaelianit Iia-Ledelrel. Z Lelislraliin 1, 3.