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Geschichte der Juden.
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zur Zerstörung des von den Hasmouäeru unter harte» Kämpfen ge-ordneten Gemeinwesens gegeben hat, war im Verhältnis zu den Folgendurchaus geringfügig; aber sie erhielt durch die nur mühsam zurück-gehaltene Spannung eine weitgreifende Ausdehnung. Hyrkan war von ^
einem glänzenden Siege zurückgekehrt, den er über eine der vielnamigenVölkerschaften im Nordosten von Peräa (Kochalit?) davongetragen hatte.Wohlgemut über die glücklichen Erfolge seiner Waffen und den blühen-den Zustand im Inneren, veranstaltete er ein Mahl, wozu er die Führerder Sadduzäer und Pharisäer ohne Unterschied eingeladen hatte. Aufgoldenen Tischen wurden Speisen aufgetragen, unter anderen auchSteppenpflanzen zur Erinnerung an die Leidenszeit unter der syrischenZwingherrschaft, wo die Edeln des Volkes sich in Wüsten und Steppenverborgen halten mußten. In der fröhlichen Stimmung der Gästewarf Hyrkan die Frage hin, ob die Pharisäer ihm wohl etwas vor-zuwerfen hätten, worin er gegen das Gesetz gefehlt; dann sollten sie esihm nur freimütig Vorhalten, da es sein ernster Wille sei, das Gesetzzur Richtschnur seiner Handlungsweise zu nehmen Z. War diese heraus-fordernde Demut nur ein schlau angelegter Plan, um die heimlicheGesinnung der Pharisäer in bezug auf ihn zu erfahren? Eine Quelleberichtet in diesem Sinne, daß seine sadduzäischen Freunde ihm Arg-wohn gegen die Anhänglichkeit der Pharisäer beigebracht und ihm ge-raten hätten, sich auf diese Weise Gewißheit zu verschaffen. Auf dieseAufforderung erhob sich ein gewisser Eleasar b. Polra (wohl identischmit Pachura) und äußerte ohne Umschweife: Hyrkan möge sich mit derFürstenkrone begnügen und das Hohcpriesterdiadem einem Würdigerenübergeben, weil seine Mutter bei einem Überfalle der Syrer in Modi»,dem Wohnorte der Hasmonäer, vor seiner Geburt gefangen genommenworden sei, und der Sohn einer Gefangenen zum Priester, geschweige denn ^zum Hohenpriester, untauglich sei. Nach einer anderen Quelle habe eingewissenhafter Frommer, Jehuda b. Gedidim, diese Äußerung in derwohlmeinendsten Absicht getan. Obwohl im Innere» wegen einer solchen >«ehrenrührigen Äußerung verletzt, behielt Hyrkan Besonnenheit genug,darauf einzugehen und eine Untersuchung über den Sachverhalt an-zustellen. Es zeigte sich aber, daß es ein leeres Gerücht ohne alletatsächliche Begründung gewesen war. Noch mehr wurde Hyrkan gegendie Pharisäer aufgebracht, als ihn die Sadduzäer und besonders seinVertrauter Jonathan zu überzeugen suchten, es sei von den Pharisäerndarauf angelegt gewesen, ihn in den Angen des Volkes zu erniedrigen.
Doch wollte er sich auch darüber Gewißheit verschaffen, ob die Ver-
U Bergt. Note t t.