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Hyrkans Verhalten gegen Pharisäer und Sadduzäer.
Hatte jemand einen Gegenstand gefunden, so ließ er es in Jerusaleman den drei Hanptfeiertagen durch einen Ausrufer verkünden; wennder Eigentümer zum Feste anwesend war, suchte er den Platz bei einemSteine auf, welcher „Stein der Vermissenden" genannt wurde, gab dortdie Zeichen des Gegenstandes an und erhielt ihn, wenn diese richtigbefunden wurden, zurück fl. Die Festversammlnngen, welche das Gefühlder Zusammengehörigkeit und Brüderlichkeit unterhielten, wurden alsGelegenheit zur Veröffentlichung benützt. Die im PentatenchischenGesetze nicht bestimmt genug ausgesprochene Vorschrift, daß durchPflanzenzweige und eine gewisse Frnchtart am ersten Tage des Hütten-sestes die Freude ausgedrückt werden soll, wurde pharisäisch dahin ans-gelegt, daß Myrtenzweige, Palmen und Weidenzweige nebst einer ArtZitronenfrncht bei dem Psalmengesang in die Hand genommen werdensollen und zwar für die ganze Zeit des Festes 2). Kurz Hyrkan warnach der einen Seite ganz frommer Hoherpriester, Hüter und Fördererdes pharisäischen Judentums.
Andererseits war Hyrkan auch Fürst und durfte es mit denSadduzäern nicht verderben; sie waren seine Mitstreiter, seine Feld-herren und Räte. Jonathan, ihr Führer, war ein vertranter Freunddes Fürsten, der einen nicht geringeren Einfluß ansübte als die Vor-sitzenden des Lehrhanses. Bis in sein Alter wußte Hyrkan indessendie schwierige Aufgabe glücklich zu lösen, zwei in Spannung begriffeneParteien in leidlicher Verträglichkeit miteinander zu erhalten. Er ver-stand es zu verhüten, daß nicht die eine oder die andere Partei dasÜbergewicht erhalte und verfolgnngssüchtig gegen die gegnerische ver-fahre. Aber wie es so oft in solchen schwierigen Lagen geht, ein Wort,ein Hauch kann die feinste Berechnung zu Schanden machen, und derjahrelang mühsam anfgeführte Bau stürzt an einem Tage zusammen.Ein solches nnbedachtsam ausgesprochenes Wort brachte den eifrigenAnhänger des Pharisäertums dahin, dessen erbitterter Gegner zu werden.In den letzten Jahren seines Lebens neigte sich Hyrkan ganz den Saddu-zäern zu.
Die Veranlassung zu diesem Gesinnungswechsel, welcher so unsäg-liches Leid über die jndäische Nation gebracht und den ersten Anstoß
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Es sind die in dem Talmud angegebenen: L17,
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Ersetz, Geschichte der Juden. III.
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