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Geschichte der Juden.
— schwere Arbeiten auch in den Zwischentagen der beiden Hauptfeste,des Festes der ungesäuerten Brote und des Hüttenfestes, für verbotenerklärten, so befahl er, das lärmende Schmieden an den Halbfeiertageneinznstellen *).
Unter Hyrkan scheint überhaupt das pharisäische Gesetz seine Aus-bildung erhalten zu haben, teils durch Erweiterung und Einschränkungdes pentateuchischen Gesetzes vermittels eigener Auslegung, teils durchneueingeführte Verordnungen. So wurden Frauen von der Zeugen-schaft ausgeschlossen-). Auch wurde das Entmannen von Tieren wievon Menschen verboten^). Bei der Strafe von Geißelung schreibt daspentatenchische Gesetz vierzig Streiche vor. Da aber dabei hinzugefügtwird, „um den Bruder nicht verächtlich zu behandeln", so bestimmtedas pharisäische Gesetz, daß ein Streich weniger als vierzig angewendetwerden sollte, damit nicht aus Unachtsamkeit die Zahl überschrittenwerde ^). Die unbestimmt gelassene Vorschrift „Du sollst die Lehrezum Zeichen an Deiner Hand und zur Erinnerung zwischen DeinenAugen haben" wurde dahin ausgelegt, daß die Verse, welche besondersGottes Einheit, die Liebe zu ihm, seine Gnade gegen sein Volk unddie Warnung vor Götzendienst einprägeu, niedergeschrieben am Armund Haupte (TbspbiUin) getragen werden sollen^). Auch ein nützlicherBrauch wurde wohl in dieser Zeit eingeführt, um demjenigen, demeine Wertsache abhanden gekommen war, wieder dazu zu verhelfen.
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2) Josephus Altert. IV, 8, 15; 8ebebnot 4, 1.
2) Jos. das. 8, 10. Vergl. Lilra oder Vorab Ilobanim zu llsvib. 22, 21.
Josephus das. 8, 23. Alaooob 3, IO. Vergl. Korintherbrief II, 11, 24.
ö) Die I-XX lassen es zweifelhaft, ob die Vorschrift real oder bloß alsSymbol aufgefaßt wurde. Jos. dagegen (das. 8, 13) spricht es deutlich aus,daß zu seiner Zeit sie so anfgesaßt wurde, wie sie im Talmud unter
In seiner Zeit muß demnach dieser Brauch bestanden haben undwohl schon früher eingeführt gewesen sein. Dazu kommt noch die Angabe beiPseudo - Aristeas, wo bereits von dem Knüpfen des Zeichens an die Hand dieRede ist (eü. Nt. Schmidt. Merx Archiv I p. 41 fest. Wendland, F 159s); xat
in Tiberius Zeit um 20 n. Ehr. versaßt. (Vgl. Note 3 sund die Bemerkungendazu.)) Daraus folgt, daß auch unter den ägyptischen Judciern der Brauch ein-geführt war. Schorrs Behauptung, daß die Phylakterien in alter Zeit nur voneinzelnen, ganz besonders Frommen getragen worden seien (Obalni:, V, p. 15 fg.),beruht demnach ans einem Irrtum. — Phylakterien wird dieser Brauch bekannt-lich im Matthäus-Evangelium genannt (23, 5): ?r-.«rüroio- -1- r«
»örmv. Die Benennung ist wahrscheinlich von der Form der Amuletts genommen.Was das Wortetymologisch bedeutet, ist noch dunkel.